Die 26. Rheinische Allgemeine PSYCHOtherapietagung findet am 16. Juni 2018 im Gezeiten Haus Schloss Eichholz in Wesseling statt
„Das Fremde in uns“
Als Psychotherapeutinnen und -therapeuten sind wir darin trainiert, verborgene Konflikte bei unseren Patientinnen und Patienten transparent zu machen, um sie dann systematisch bearbeiten zu können. Die aktuelle Flüchtlingssituation führt dazu, dass wir uns vermehrt mit zuvor Fremdartigen auseinandersetzen und uns von gänzlich neuen Ansichten und Wertvorstellungen inspirieren lassen können. Fragen zur Identität – sowohl in sozialer, entwicklungspsychologischer oder auch in geschlechtsrollenbedingter Hinsicht – gewinnen in einer kulturell heterogeneren Gesellschaft wieder mehr an Relevanz. Auch das Phänomen der in letzter Zeit vermehrt zu beobachtenden „Wutbürger“ oder die Verrohung in den Medien wie zum Beispiel durch „hate speech“ hat uns neugierig gemacht, uns mit dem „Fremden“ in uns näher zu beschäftigen.
„Das Fremde in uns“ – so lautet das Thema unserer Tagung und nicht zufällig besteht eine große Nähe zum Buchtitel von Arno Gruen „Der Fremde in uns“. Ähnlich wie der Autor wollen auch wir verschiedene Rahmenbedingungen und Entwicklungsschwierigkeiten anschauen, die uns offensichtlich derart überfordern, dass wir uns selber fremd werden.
Mit Hilfe der angebotenen Workshops möchten wir mit Ihnen versuchen, das belastende Fremde in uns (und bei unseren Patientinnen und Patienten) zu erkennen, aber auch Techniken ansprechen, die diese Belastungen wieder reduzieren und somit zur psychischen Gesundung beitragen können.
Ich freue mich auf Ihr Kommen.
Dr. Dr. Reinhard Arndt
Vorsitzender der Gesellschaft für
Allgemeine PSYCHOtherapie e.V.
Das Programm
Samstag, den 16. Juni 2018
(Änderungen vorbehalten)
Vorträge:
08:45 Uhr Anmeldung und Begrüßungskaffee
09:15 Uhr Begrüßung durch Dr. Dr. Reinhard Arndt
09:30 Uhr Dr. Dr. Bernhard Wegener
Fremdsein – ein etwas anderer Blick
10:20 Uhr Prof. Dr. Ellen Aschermann
Wirkung von Stereotypen – Wie wir Fremdheit machen
11:10 Uhr Kaffeepause
Workshops 11.45 – 13.15 Uhr
Workshop 1 Reiner Schwarz
Wutbürger in Therapie
Workshop 2 Gido Brang
Ich ist ein Anderer – Jugendliche
Selbstbildnisse im Spannungsfeld von Fremdheit und Transzendenz
Workshop 3 Dr. Corinna Armbrüster
Ich? Nein, das war meine Intuition – Mit Improvisationstheater an die eigene Vielfältigkeit erinnern
Workshop 4 Anne Lang
Das Symptom – das Fremde in mir:
Assoziations- und Dissoziationstechniken in der Psychotherapie
Workshop 5 Dr. Bertram von der Stein
Die schizoide Persönlichkeitsstörung:
Eine vergessene Störung oder wieder hochaktuell?
13.15 Uhr Mittagspause mit köstlichem Essen aus der Gezeiten Haus Frischeküche
14.30 Uhr Dr. Mark Heidrich
Entfremdung durch soziale Isolierung
15.20 Uhr Kaffeepause
Workshops 15.30 – 17.00 Uhr
Workshop 6 Maya Zhukova
Totalitarismus und Minderwertigkeit?
Workshop 7 Dr. Dr. Reinhard Arndt
Wenn das Fremde in uns böse ist –
Diskussion über die Erklärungsansätze von Arno Gruen
Workshop 8 Dr. Katrin Verbeeck
Sich mit „Feeling Seen“ dem Fremden näher
Workshop 9 Dr. Jürgen Junglas
Rahmen-Analyse der Konstruktion von „fremd“, „bekannt“ und „neutral“
Workshop 10 Anne Lang
Hypnotherapie: Was sie an (verfahrenseigenen und verfahrensfremden) Interventionen für jede Psychotherapie bietet
17.00 Uhr Kaffeepause
17.10 Uhr Dietmar Fernholz
„… Ich hab da was im Kopf“ – … oder wie das Fremde unausweichlich in Sarahs Leben trat
18.00 Uhr Musikalischer Ausklang mit den Glory Singers aus Röttgen
Chorleitung: Dirk Eisenack
Anmeldeformular:
Gerne dürfen Sie zur Anmendung unser Anmeldeformular ausfüllen und übersenden (MS Word, .docx)
Anmeldung:
Ihre Anmeldung nehmen wir gerne bis zum 04.06.2018 entgegen unter
fortbildung@gezeitenhaus.de.
Bitte teilen Sie uns bei Ihrer Anmeldung mit, an welchen beiden Workshops Sie teilnehmen möchten. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.
Bitte überweisen Sie den Betrag rechtzeitig vorab auf das folgende Konto:
Gesellschaft für Allgemeine PSYCHOtherapie e. V. Bonn
Sparkasse Köln/Bonn
IBAN: DE29370501980011704301
Verwendungszweck: RAP-Tagung 2018, Ihr Name
Erst nach Zahlungseingang ist Ihre Anmeldung verbindlich.
Tagungsort:
Gezeiten Haus Schloss Eichholz
Urfelder Str. 221
50389 Wesseling
www.gezeitenhaus.de
www.gezeitenhaus-akademie.de
Tagungsbeitrag einschließlich Mittagessen und Getränke
75,00 Euro für Frühbucher bis zum 20.05.2018
danach 95,00 Euro
Fortbildungspunkte:
9 Punkte bei der Ärztekammer Nordrhein beantragt
(wird von Psychotherapeutenkammer anerkannt)
Die 25. Rheinische Allgemeine PSYCHOtherapietagung findet am 24. Juni 2017 im Gezeiten Haus Schloss Eichholz in Wesseling statt
Veränderungen in der Psychotherapie –
Rückblick und Ausblick
Die Gesellschaft für Allgemeine Psychotherapie e.V. feiert dieses Jahr ihr 25. Jubiläum. Aus diesem Anlass wollen wir innehalten und bilanzieren, welche Veränderungen auf dem Markt der Psychotherapien zu beobachten waren. Viele psychotherapeutische Schulen haben sich weiterentwickelt. Es wurden neue Techniken und Trainingsprogramme entwickelt und in der Verhaltenstherapie z.B. wird von einer zweiten und dritten Welle gesprochen. Zwischen den unterschiedlichen Schulen beobachten wir eine zunehmende gegenseitige Anerkennung. Berufspolitisch stellte das Psychotherapeutengesetz, das 1999 in Kraft trat, eine bedeutsame Veränderung dar.
Seitdem ist die eigenständige Ausübung Psychotherapie durch Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten geregelt. Derzeit wird diskutiert, ob in Zukunft die psychotherapeutische Ausbildung eher an den Universitäten erfolgt.
Im Rahmen unserer diesjährigen Tagung wollen wir nach einer kurzen Bilanz – wie in der Vergangenheit auch – durch unsere Vorträge und Workshops kreative Behandlungsmethoden vorstellen und mit Ihnen diskutieren. Neben dem Gründer und jahrelangen Vorsitzenden der Rheinischen Allgemeinen Pschotherapietage, Dr. Jürgen Junglas, werden noch weitere Gründungsmitglieder in den Vorträgen zu Wort kommen. Wir haben diesmal zehn verschiedene Workshops im Programm. Bei vielen Workshops ist nicht nur eine aktive Beteiligung durch Diskussion, sondern auch durch körperliche Aktivität möglich und gewünscht (z.B. Tanzen, Qi Gong, Improvisationstheater). Es bestehen also wieder gute Rahmenbedingungen für einen intensiven kollegialen Austausch.
Wegen des 25. Jubiläums wollen wir nach dem intensiven fachlichen Austausch die Räumlichkeiten wechseln und im Landhaus des Gezeiten Hauses den Abend mit Ihnen gemütlich ausklingen lassen.
Ich freue mich auf Ihr Kommen.
Dr. Dr. Reinhard Arndt
Vorsitzender der Gesellschaft für
Allgemeine PSYCHOtherapie e.V.
Das Programm
Samstag, den 24.06.2017
(Änderungen vorbehalten)
Vorträge:
ab 08.45 Uhr – Anmeldung, Begrüßungskaffee
09.15 Uhr – Dr. Dr. Reinhard Arndt: Begrüßung
09.30 Uhr – Dr. Jürgen Junglas u. Anne Lang
Gesellschaftliche und psychotherapeutische
Entwicklungslinien
10.20 Uhr – Prof. Dr. Gerhard Lauth
Verhaltenstherapie im Wandel ihrer
(kurzen) Geschichte
11.10 Uhr – Kaffee, Erfrischungen
Workshops 11.45 – 13.15 Uhr
Workshop 1 – Reiner Schwarz
Abschotten oder Werben – wie bekomme ich Patienten?
Workshop 2 – Gido Brang, Dr. Elaine de Guzman
Back to the Future – Cinetherapie und Digital Art Therapy in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen
Workshop 3 – Frederik Nelting
Jenseits von Kognition: Körper, Intuition und Improvisation im klinischen Kontext
Workshop 4 – Anne Lang
Hypnose im Rahmen von Psychotherapie-Hypnotherapie
Workshop 5 – Dorothee Scholz
Hate speech
13.15 – 14.30 Uhr
Mittagspause mit köstlichem Essen aus der Gezeiten Haus Frischküche
Vorträge:
14.30 Uhr – Prof. Dr. Jörg Fengler
Ressourcenaktivierung im psychotherapeutischen
Gespräch
15.20 Uhr – Dietmar Fernholz
Werteentwicklung in der Psychotherapie
für Kinder und Jugendliche
16.10 – 16.30 Uhr
Kaffee, Erfrischungen
Workshops 16.30 – 18.00 Uhr
Workshop 6 – Wilhelm Schomaker
Konzepte und Wirksamkeit der Schematherapie
Workshop 7 – Elke Nelting
Qi Gong als Weg ins Leben
Workshop 8 – Elke Gastrich und Robert Jecl
Achtsamkeit im Tango-Tanz
Workshop 9 – Ilka Fischer
Antistresstraining
Workshop 10 – Simon Bollmann
Interventionen bei chronisch Depressiven
Ab 18.00 Uhr
Gemütliches Beisammensein im Landhaus, auf dem
Gelände des Schloss Eichholz mit Sektempfang und Barbecue (Musik, Bier, alkoholfreie Getränke und Grill)
Anmeldeformular:
Gerne dürfen Sie zur Anmendung unser Anmeldeformular ausfüllen und übersenden (MS Word, .docx)
Anmeldung unter:
E-mail: weiterbildung@gezeitenhaus.de
Telefon: 02236 3939-0
Tagungsort:
Gezeiten Haus Schloss Eichholz
Urfelder Str. 221
50389 Wesseling
Tel.: 02233 71005-0
Tagungsbeitrag:
Einschließlich Mittagessen, Pausengetränken für die Tagesveranstaltung:
95,00 Euro
(75,00 Euro für Frühbucher bis zum 24.05.2017)
Zusätzlich:
5,00 Euro für das abendliche Zusammentreffen
(falls gewünscht)
Zu zahlen per Überweisung auf das Konto der:
Gesellschaft für Allgemeine PSYCHOtherapie e. V. Bonn
Sparkasse Köln/Bonn
IBAN: DE29370501980011704301
Fortbildungspunkte:
9 Punkte bei der Ärztekammer Nordrhein beantragt
(wird von Psychotherapeutenkammer anerkannt)
Die 24. Rheinische Allgemeine PSYCHOtherapietagung findet am 11.06.2016 im Gezeiten Haus Schloss Eichholz in Wesseling statt
„Wir schaffen alles – ich kann nicht mehr“
Der gesellschaftliche Perfektionsanspruch hat sich schon lange im beruflichen Sektor etabliert. Mittlerweile dominiert er jedoch auch schon unser Privatleben. Es wird suggeriert, dass jeder alles schaffen kann. Mütter und Väter, aber auch Kinder und Jugendliche unserer Gesellschaft sollen gleichzeitig sowohl beruflich und familiär aber auch sich selbst betreffend, äußerlich und innerlich, erfolgreich sein können.
Aber wie definieren wir persönlich unseren Erfolg, und können wir in unserer Gesellschaft gemeinschaftlich erfolgreich sein? Und besteht nicht zwangsläufig die Gefahr, an der Leistungsspitze zu vereinsamen?
Der viel zitierte Satz unserer Bundeskanzlerin „Wir schaffen das“ hat zunächst Optimismus verbreitet, bis sich das Individuum in einer Optimierungsfalle wiederfand.
In unserer therapeutischen Arbeit sehen wir uns in unserer Leistungsgesellschaft mittlerweile einer Erschöpfungsgesellschaft gegenüber gestellt, die in ihrer Selbstaufgabe weiterhin den Wunsch nach Selbstverwirklichung sieht. Im Rahmen unserer 24. Rheinischen Allgemeinen Psychotherapietagung wollen wir gemeinsam erarbeiten, wann Leistungsoptimierung zur Erschöpfung führt. Wir wollen zum einen die Bedingungen uns überfordernder Ansprüche veranschaulichen, zum anderen Methoden und Techniken kennenlernen, die diesen Stress reduzieren helfen. Wir haben großes Glück, dass wir unsere diesjährige Tagung erstmals im Schloss Eichholz ausrichten können. Die großzügige räumliche Ausstattung, das besondere Ambiente und das hervorragende Essen dürfte unseren kollegialen Austausch auf angenehme Weise unterstützen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen,
Dr. Dr. Reinhard Arndt
Vorsitzender der Gesellschaft für
Allgemeine PSYCHOtherapie e.V.
Das Programm
Samstag, den 11.06.2016
(Änderungen vorbehalten)
Vorträge:
ab 09.00 Uhr Anmeldung, Begrüßungskaffee
09.15 Dr. Dr. Reinhard Arndt: Begrüßung
09.30 Dietmar Fernholz
Tuning of the kids – gestern und heute
10.15 Reiner Schwarz
„Ergebnisse“
Selbstoptimierung durch Sport
11.00 – 11.15 Kaffee, Erfrischungen
Workshops 11.15 – 12.45 Uhr
Workshop 1 Reiner Schwarz
Psychotherapie mit Kraftsportlern
– wenn Pumpen nicht mehr hilft –
Workshop 2 Gido Brang, Dr. Elaine de Guzman
I Robot – Selbstoptimierung im Kindes- und Jugendalter
Workshop 3 Dr. Dr. Bernhard Wegener
Gescheitert in der Psychotherapie
Workshop 4 Anne Lang
Psychotherapie und Coaching –
Unterschiede in der Veränderungsarbeit
12.45 – 13.45 Mittagspause mit köstlichem Essen aus der Gezeiten Haus Frischküche
Workshops 13.45 – 15.15 Uhr
Workshop 5 Frederik Nelting
Jenseits von Kognition:
Körper, Intuition und Improvisation im klinischen Kontext
Workshop 6 Dietmar Fernholz
„Es ist mehr in Euch drin!“ (Salem)
Workshop 7 Susanne Altmeyer
Body rests like a montain, breath moves like the sea, heart like the sky –
ein Zapchen-Workshop
Workshop 8 Dr. Stephan Herf
Ironman, Tango, Kanalschwimmen
Leidenschaft-Narzissmus – Quelle oder Orcus
15.15 – 15.30 Kaffee, Erfrischungen
Vorträge: 15.30 – 18.00 Uhr
15.30 Dr. Clemens Boehle
Stress im Wandel der Zeit
16.15 Dr. Corinna Armbrüster
Optimierung durch Kreativität?
– Ja genau! Und…
17.00 Dr. Jürgen Junglas
Abschlussplenum
Anschließend ab 18.00 Uhr
Mitgliederversammlung gap-e.V.
Anmeldung unter:
E-mail: weiterbildung@gezeitenhaus.de
Telefon: 0228 / 7488-0
Tagungsort:
Gezeiten Haus Schloss Eichholz
Urfelder Str. 221
50389 Wesseling
Tel.: 02233 71005-0
Tagungsbeitrag:
Einschließlich Mittagessen,
Pausengetränken
und Veröffentlichung:
65,00 Euro für Frühbucher bis 10.5.2016
85,00 Euro danach
Zu zahlen per Überweisung auf das Konto
der Gesellschaft für Allgemeine Psychotherapie e. V. Bonn:
Konto-Nr. 11704301 bei der Sparkasse Köln/Bonn, BLZ 370 501 98
IBAN: DE29 3705 0198 0011 7043 01
Fortbildungspunkte:
9 Punkte bei der Ärztekammer Nordrhein beantragt
(wird von Psychotherapeutenkammer anerkannt)
23. Rheinische Allgemeine Psychotherapietagung
Die 23. Rheinische Allgemeine PSYCHOtherapietagung findet am 24.10.2015 in Hürth/Köln statt
„Das Böse und der Gutmensch“
In unserer klinischen Arbeit sind wir hoch trainiert, uns mit den Folgen verschiedener Traumata zu beschäftigen. Unsere Empathie gilt dabei den Opfern. Deren erlittenes Leid wollen wir durch unsere therapeutischen Interventionen lindern.
Durch diesen „Reparaturmechanismus“ besteht jedoch die Gefahr, dass wir hierdurch indirekt ein hierarchisches System mit Gewaltstrukturen stabilisieren. Im Rahmen unserer Tagung wollen wir uns daher diesmal auch mit den Verursachern des Leids und den dafür begünstigenden Rahmenbedingungen befassen. Dabei wollen wir uns mit grundsätzlichen Fragestellungen nach den Kriterien von Gut und Böse beschäftigen und darüber, wer überhaupt die Definitionshoheit über diese ethischen Werte besitzt.
Ein Vortrag wird sich dem „Exorzismus“ widmen.
Hier dürften wir schnell Einigkeit darüber erlangen, dass wir es mit „Bösem“ zu tun haben. Aber ab wann können wir von „bösen Kindern“ sprechen, und sind wir als Therapeuten wirklich immer die „Guten“, wann werten wir z. B. unsere Patienten ab oder halten sie in Abhängigkeiten?
In den Workshops wollen wir zu Themen des Umgangs mit „dem Bösen“ intensiv im Kollegenkreis über diese Problematiken diskutieren.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Das Programm
Samstag, den 24.10.2015
(Änderungen vorbehalten)
Vorträge: 9.30 – 11.00 Uhr
ab 09.00 Uhr Anmeldung, Begrüßungskaffee
09.15 Dr. Dr. Reinhard Arndt
Begrüßung
09.30 Dr. Jürgen Junglas
Vom Guten im Bösen und vom Bösen im Guten
10.15 Dr. Bertram von der Stein
Die Wiederkehr des Exorzismus-Regression auf paranoid-schizoide Glaubensinhalte im postmodernen Christentum
11.00 – 11.15 Kaffee, Erfrischungen
Workshops 11.15 – 12.45 Uhr
Workshop 1 Reiner Schwarz
Therapie mit Tätern
Workshop 2 Gido Brang, Dr. Elaine de Guzman
Der Begriff des Bösen im Kontext jugendlicher (Selbst-)Wahrnehmung und künstlerischer Reflexion
Workshop 3 Dr. Dr. Bernhard Wegener
Masochismus / Sadismus
Workshop 4 Dr. Bertram von der Stein
Paranoid-schizoide Glaubensinhalte und Ideologie in Psychoanalyse und Psychotherapie
12.45 – 13.45 Mittagspause mit köstlichem Essen aus der SOMNIA Frischeküche
Workshops 13.45 – 15.15 Uhr
Workshop 5 Ingo Jacobs
The good, the bad and the smugly: Konzepte und Wirksamkeit der Schematherapie
Workshop 6 Dr. Volkan Yidrim
Gut gemeinte Missverständnisse. Warum Patienten mit Migrationshintergrund deutsche Therapeuten meiden
Workshop 7 Dr. Dr. Reinhard Arndt
Wann ist das „Böse“ so krankhaft, dass eine Schuldminderung nach § 21 StGB vorliegt
Workshop 8 Prof. Dr. Ellen Aschermann
Suggestion in der Psychotherapie. Mechanismen und Konsequenzen
15.15 – 15.30 Kaffee, Erfrischungen
Vorträge: 15.30 – 18.00 Uhr
15.30 Reiner Schwarz
Wir Gutmenschen und das Böse
16.15 Dietmar Fernholz
Das „böse“ Kind. Attribuierungen und ihre Folgen am Beispiel von zwei Fallstudien und einem „Selbstversuch“
17.00 Dr. Jürgen Junglas
Abschlussplenum
Anschließend ab 18.00 Uhr
Mitgliederversammlung gap-e.V.
Anmeldung online unter:
kijuhuerth@somnia-kliniken.de
Tagungsort:
Die Veranstaltung findet dieses Mal in der im Juni 2015 neu bezogenen kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik Konraderhof in Hürth statt:
SOMNIA Klinik Konraderhof
Zum Konraderhof 5
50354 Hürth
Tel.: 02233 71005-0
Tagungsbeitrag:
Einschließlich Mittagessen,
Pausengetränken
und Veröffentlichung:
65,00 Euro für Frühbucher bis 24.09.2015,
danach 85,00 Euro
Zu zahlen per Überweisung auf das Konto
der Gesellschaft für Allgemeine Psychotherapie e. V., Bonn:
Konto-Nr. 11704301 bei der Sparkasse Köln/Bonn, BLZ 370501 98
IBAN: DE29 3705 0198 0011 7043 01
Fortbildungspunkte:
9 Punkte von der Ärztekammer Nordrhein beantragt
(wird von Psychotherapeutenkammer anerkannt)
Die 21. Rheinische Allgemeine PSYCHOtherapietagung findet am 14. Juni 2014 in Hürth/Köln statt.
„Körperorientierte Psychotherapie“ 
In unserer westlichen Kultur ist die wissenschaftlich begründete Psychotherapie eine noch eine recht junge Disziplin. Wir arbeiteten viel mit Worten und können hierdurch psychischen Leidensdruck reduzieren. Von der logischen kognitiven Argumentationsstruktur sind zunächst nur der Therapeut, die Therapeutin überzeugt. Erfolge beim Hilfesuchenden entwickeln sich oft nur mühsam und kleinschrittig; wohl auch deshalb, weil wir mit unseren kognitiven Interventionen eher die Gedanken und nur indirekt die Emotionen unserer Patienten verändern.
Dass dies auch anderes geht, wollen wir im Rahmen der 21. Rheinischen Allgemeinen Psychotherapietage herausfinden. Dabei wollen wir einen großen Bogen spannen und verschiedene Methoden der Körpertherapie kennenlernen. Den positiven Effekt von Tanzen kennen wir alle –zumindest noch aus früheren Zeiten. Von daher widmen wir uns der Frage, ob Sport generell unser Wohlbefinden fördert. Wir wollen aber auch weniger selbst geübte Verfahren wie Chi Gong oder Hypnose kennen lernen.
Am Beispiel der Anorexie wollen wir die Körperschemastörung erörtern und uns mit Musik berühren lassen. Beim Transsexualismus wollen wir prüfen, ob wir alle Wünsche unserer Patienten oder Klienten nach körperlicher Veränderung unterstützen wollen.
Einer guten Tradition folgend wollen wir weniger universitäre „Wahrheiten“ verkaufen, sondern unsere Erfahrungen mit interessierten Kollegen austauschen und kritisch diskutieren.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Das Programm
Samstag, den 14.6.2014
(Änderungen vorbehalten)
Tagungsleitung: Dr. Dr. Reinhard Arndt
Vorträge: 09.30 – 13.00 Uhr
ab 09.00 Uhr Anmeldung und Begrüßungskaffee
09.30 Dr. Jürgen Junglas: Körpertherapie der Seele und Psychotherapie des Körpers
10.00 Bernd-Ulrich Hohmann: „Zwei-Körper-Feld“: Der Körper des Therapeuten und des Patienten als Subjekt und Objekt der Psychotherapie
10.30 Reiner Schwarz: Sport als Körperpsychotherapie
11.00 – 11.20 Uhr Kaffee, Erfrischungen
Workshops 11.20 – 12.40 Uhr
Workshop 1 Reiner Schwarz: Empfehlen Sie Patienten Sport?
Workshop 2 Elaine de Guzman, Guido Brang: Jugendliches „Embodiment“ – wie jugendliche PatientInnen ihr seelisches Befinden körperlich ausdrücken
Workshop 3 Katharina Schmidt: „Ich sehe was, das Du nicht siehst…” – Körperbildtherapie bei Essstörungen
Workshop 4 Bernd-Ulrich Hohmann, Gerhild von Müller: Körperpsychotherapeutische Techniken in der Praxis
12.40 – 13.50 Uhr Mittagspause
Workshops 13.50 – 15.10 Uhr
Workshop 5 Susanne Graff: Skan Körpertherapie – Vegetotherapie nach Wilhelm Reich
Workshop 6 Anna Weber: Mit Musik den Körper berühren
Workshop 7 Prof. Dr. Ellen Aschermann: Resourcenorientierte Therapie bei Kindern vor und nach chirurgischen Eingriffen
Workshop 8 Elke Nelting: Praxis der TCM-basierten psychosomatischen Körpertherapie
15.10 – 15.30 Uhr Kaffee, Erfrischungen
Vorträge 15.30 – 18.00 Uhr
15.30 Anne M. Lang: Hypnose und Körper – Hypnotherapie und Körpertherapie
16.00 Dr. Manfred Nelting: Die Bedeutung propriozeptiver Wahrnehmung im psychosomatischen Therapie-Prozess am Beispiel des therapeutischen Qigongs
16.30 Dr. Dr. Bernhard Wegener: Transsexualität – Operation als Hilfe gegen psychische Störungen?
17.00 Gerhild von Müller: Abschlussplenum: Was ist das Psychotherapeutische an der Körpertherapie?
Anschließend ab 18.00 Mitgliederversammlung gap-e.V.
Tagungsort
Somnia Privatklinik, Friedrich-Ebert-Str. 11a, 50354 Hürth
www.somnia-kliniken.de; Tel.: 02233-9723250
Tagungsbeitrag
65,00 Euro für Frühbucher bis 10.5.2014
85,00 Euro ab 11.05.2014
(im Tagungsbeitrag sind Tagungsverpflegung, Getränke und Teilnehmerunterlagen enthalten)zu zahlen per Überweisung auf das Konto der Gesellschaft für Allgemeine PSYCHOtherapie e.V. Bonn, Konto-Nr. 11704301 bei der Sparkasse Köln/Bonn, BLZ 370501 98
Fortbildungspunkte
9 Punkte von der Ärztekammer Nordrhein (wird von Psychotherapeutenkammer anerkannt)
Für Rückfragen per mail: dr.reinhard.arndt@rap-tage.de
Die 20. Rheinische Allgemeine PSYCHOtherapietagung fand am 12.10.2013 in Hürth/Köln statt.
„Leistungsfähig lebenslänglich? – Psychotherapie in der Arbeitswelt“
Bei der 20. Rheinischen Allgemeinen Psychotherapietagung boten uns Kolleginnen und Kollegen interessante Vorträge und Workshops zu diesen Themen:
Dauerhafte Leistungsfähigkeit in der Schule und im Arbeitsleben wird zunehmend verlangt oder vorausgesetzt. Der schnelle technische Wandel im medialen Zeitalter verlangt ständige Anpassungsprozesse. Jugendliche können dank ihrer frühen medialen Erfahrungen älteren Berufstätigen häufig schon technische Hilfestellung geben. Sind sie also die Gewinner des sich immer schneller drehenden Hamsterrades?
Wegen des demographiebedingten Strukturwandels und des sich abzeichnenden Facharbeitermangels werden wir zudem immer länger arbeiten müssen. Obwohl unser materieller Wohlstand nie größer war, steigen die Ausfallzeiten wegen psychischer Erkrankungen, so dass nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Arbeitgeber ein hohes Interesse bekunden, wie ihre Mitarbeiter möglichst schnell wieder leistungsfähig werden können.
Was kann – und was will Psychotherapie in diesem Spannungsfeld leisten? Wie kann Leistungsfähigkeit gemessen werden und wie hängen Leistung und Kreativität zusammen? Und auf welche Aspekte wollen wir uns in unserem therapeutischen Arbeiten einlassen?
Programm
ab 09.30 Begrüßungskaffee
10.00 Kreativität und Leistung, Susanne Guski-Leinwand Guski-LeinwandAbstractRAP2013
10.30 Psychologie des gelben Scheins, Reiner Schwarz SchwarzAbstractVortragRAP2013
11.00 Kaffeepause
11.30 Workshops:
WS 1: Coaching – gezielte Unterstützung im Beruf, Petra Jagow JagowAbstractRAP2013
WS 2: Im Spannungsfeld zwischen Patientenwünschen und Interessen von Arbeitgebern, Krankenkassen und Rentenversicherung: Sozialmedizinisches Fallseminar, Bertram von der Stein vonderSteinAbstractWorkshopRAP2013
WS 3: „Is‘ mir doch egal! Ich geh‘ nicht in die Schule!“, Elaine de Guzman,
Reinhard Arndt GuzmanArndtAbstractRAP2013
WS 4: „Ich bin gerade krankgeschrieben…“, Reiner Schwarz SchwarzAbstractWorkshopRAP2013
12.45 Mittagessen
14.15 Workshops:
WS 5: Psychotherapie im Arbeitsleben – Erfahrungen aus der Institutsarbeit, Anke Uhlemann UhlemannAbstractRAP2013
WS 6: Psychotherapie nach Arbeitsunfällen, Wolfgang Siegel SiegelAbstractRAP2013
WS 7: Dandys und Konsorten, Bernhard Wegener WegenerAbstractRAP2013
WS 8: Zurück ins wirkliche Leben – Über die Arbeitsweisen forensischer Rehabilitation, Sandra Schauen SchauenAbstractRAP2013
15.30 Begabungsdiagnostik und Leistungsfähigkeit, Martina Wuttke
16.00 Zwischen lebenslangen Lernen, Rentenwünschen und aktueller Entsorgungsmentalität – Die Arbeitswelt der Älteren in der psychoanalytischen Praxis heute, Bertram von der Stein vonderSteinAbstractVortragRAP2013
16.30 Kaffeepause
17.00 Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Praxis, Alexandra Miethner
17.30 (Ein)Blick in die Zukunft der (psychotherapeutischen) Arbeit, Gerhild von Müller (Abschlussrunde)
Im Anschluss Mitgliederversammlung gap e. V.
Tagungsort
Somnia Privatklinik, Friedrich-Ebert-Str. 11a, 50354 Hürth
www.somnia-kliniken.de
Teilnehmerbeitrag
65,00 Euro für Frühbucher bis 15.09.2013
85,00 Euro ab 16.09.2013
(im Teilnehmerbeitrag waren Tagungsverpflegung, Getränke und Teilnehmerunterlagen enthalten)
Fortbildungspunkte
9 Punkte von der Ärztekammer Nordrhein (wird von Psychotherapeutenkammer anerkannt)
19. Rheinische Allgemeine PSYCHOtherapietage
On-Leid für Romantiker – Konflikte im Facebook-Zeitalter
27.10.2012 Hürth/Köln
Programm
Hatte die Technik nicht Erleichterung versprochen? Sprachen nicht alle davon wie einfach es ist, jederzeit an jedem Ort seine Sehnsüchte zu befriedigen und „soziale“ Kontakte echt herstellen zu können? Die kleinen Elektroniker in unserer Handfläche funktionieren irgendwie und tatsächlich hören, sehen und lesen wir das gewünschte DU. Digitalität scheint Klarheit zu schaffen: nehmen wir den Kontakt an oder nicht?, ordnen wir den Kontakt unserer Familie, unseren Freunden oder einer anderen Gruppe zu? Wir produzieren Kästchen- und Schubladendenken, aber wo bleiben unsere Gefühle! Bekanntlich kann der „Elektroniker“ ja Gesichter analysieren und Stimmen wieder erkennen.
Einsiedler hoffen auf Besucher, Einsame wollen online sein. Welchen Bezug gibt es zwischen meinem eProfil und meiner Erscheinung? Beeinflussen die online-Wege mein Verhalten? Ist das Netz eine soziale Errungenschaft ohne Übertragungsneigung? Lebe ich eine Existenz auf dem eForum und eine andere in meiner Biosphäre. Ist die Seele nicht nur mit anderen Seelen vernetzt, sondern auch mit einem Rechner?
Romantische Bedürfnisse und Netzaffinitäten treffen aufeinander. Wir werden dadurch jedoch nicht glücklicher. Liebe wird auch in der Community weh tun und Sehnsüchte werden nicht erfüllt werden. Groß bleibt und wächst die Scheinwelt. Das Netz kann zwar Wiederholungen (Plagiate) aufdecken aber kaum neue Gedankenwelten schaffen. Es ist gefühllos und nährt unsere Ängste vor der Maschine. Dabei macht es uns selbst zum Teil der Maschine, da diese nur funktioniert, wenn wir uns ihr anpassen.
Buddhistische und analytische Psychologien bieten uns an, uns von dem Dämon der Materie zu befreien. Ständig enttäuschte romantische Hoffnungen gelten als wesentlich für die Entwicklung seelischer Empfindungsstörungen, die die Betroffenen in die Praxen und Kliniken treiben.
Selbst der naive deutsche Michel spürt, dass ihm viel Unnötiges verkauft wird und dass die Substanz des Menschseins in der Fähigkeit zum Nein-Sagen liegt. Das hält ihn in seinem Getue nicht davon ab, Obsoleszenz als Mittel gegen Depressionen einzusetzen, die der Gemeinschaft und die des Einzelnen.
Erscheinungsformen und –gründe zeitgeistiger Versuche die Romantik gegen die Realität durchzusetzen und in der cloud alles zu speichern, was man braucht, wollen wir gemeinsam betrachten und Orientierungsmarken für uns und unsere Patientinnen und Patienten setzen.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Gesellschaft für Allgemeine PSYCHOtherapie e.V.
Dr. J. Junglas, G. von Müller, Dr. Dr. R. Arndt, R. Schwarz, Dr. Dr. B. Wegener
(mai2012)
Beiträge u.a.:
Dr. Dr. Reinhardt Arndt, Elaine de Guzman, Köln: Wunsch und Wirklichkeit virtueller Facebook-Beziehungen
Sebastian Buggert, Köln: Rückzugsort Internet und der Verlust der Aufklärung
Dr.med. Jürgen Junglas, St. Augustin: Elektronisch unterstützte Zwischenmenschlichkeit: digital gefilterte Optionen der Seele.
Manfred Lexa, Köln: Das Netz für Psycho-Profis
Reiner Schwarz, Köln: Wer braucht Romantik? und Romantiker in der Therapie
Dr.med. Bertram von der Stein, Köln: Die Kunst im sozialen Netz zu wirken ohne sich umzubringen
Dr.med. Rolf Tüschen, Bonn: Romantisch alt werden
Gerhild von Müller, Köln: Internet-Betrug: Romance Scamming
Dr. Dr. Bernhard Wegener, Berlin: Idyll
Dr. Klaus Wölfling, Mainz: Internetsucht: Klinisches Störungsbild und ambulante Gruppenpsychotherapie
19. RAP – Programm
Hatte die Technik nicht Erleichterung versprochen? Sprachen nicht alle davon wie einfach es ist, jederzeit an jedem Ort seine Sehnsüchte zu befriedigen und „soziale“ Kontakte echt herstellen zu können? Die kleinen Elektroniker in unserer Handfläche funktionieren irgendwie und tatsächlich hören, sehen und lesen wir das gewünschte DU. Digitalität scheint Klarheit zu schaffen: nehmen wir den Kontakt an oder nicht?, ordnen wir den Kontakt unserer Familie, unseren Freunden oder einer anderen Gruppe zu? Wir produzieren Kästchen- und Schubladendenken, aber wo bleiben unsere Gefühle! Bekanntlich kann der „Elektroniker“ ja Gesichter analysieren und Stimmen wieder erkennen.
Einsiedler hoffen auf Besucher, Einsame wollen online sein. Welchen Bezug gibt es zwischen meinem eProfil und meiner Erscheinung? Beeinflussen die online-Wege mein Verhalten? Ist das Netz eine soziale Errungenschaft ohne Übertragungsneigung? Lebe ich eine Existenz auf dem eForum und eine andere in meiner Biosphäre. Ist die Seele nicht nur mit anderen Seelen vernetzt, sondern auch mit einem Rechner?
Romantische Bedürfnisse und Netzaffinitäten treffen aufeinander. Wir werden dadurch jedoch nicht glücklicher. Liebe wird auch in der Community weh tun und Sehnsüchte werden nicht erfüllt werden. Groß bleibt und wächst die Scheinwelt. Das Netz kann zwar Wiederholungen (Plagiate) aufdecken aber kaum neue Gedankenwelten schaffen. Es ist gefühllos und nährt unsere Ängste vor der Maschine. Dabei macht es uns selbst zum Teil der Maschine, da diese nur funktioniert, wenn wir uns ihr anpassen.
Buddhistische und analytische Psychologien bieten uns an, uns von dem Dämon der Materie zu befreien. Ständig enttäuschte romantische Hoffnungen gelten als wesentlich für die Entwicklung seelischer Empfindungsstörungen, die die Betroffenen in die Praxen und Kliniken treiben.
Selbst der naive deutsche Michel spürt, dass ihm viel Unnötiges verkauft wird und dass die Substanz des Menschseins in der Fähigkeit zum Nein-Sagen liegt. Das hält ihn in seinem Getue nicht davon ab, Obsoleszenz als Mittel gegen Depressionen einzusetzen, die der Gemeinschaft und die des Einzelnen.
Erscheinungsformen und –gründe zeitgeistiger Versuche die Romantik gegen die Realität durchzusetzen und in der cloud alles zu speichern, was man braucht, wollen wir gemeinsam betrachten und Orientierungsmarken für uns und unsere Patientinnen und Patienten setzen.
Wir freuen uns über Ihre Beiträge.
Gesellschaft für Allgemeine PSYCHOtherapie e.V.
Dr. J. Junglas, G. von Müller, Dr. Dr. R. Arndt, R. Schwarz, Dr. Dr. B. Wegener
(mai2012)
ZEITRASTER
Samstag, den 27.10.2012 (Änderungen vorbehalten).
Tagungsleitung: Dr.med. Jürgen Junglas, Diplom-Psychologe
| 09:30 h | Dr. Jürgen Junglas: Elektronische unterstützt Zwischenmenschlichkeit: digital gefilterte Optionen der Seele |
| 09:40 h | Sebastian Buggert: Rückzugsort Internet und der Verlust der Aufklärung |
| 10:10 h | Dr. Klaus Wölfling: Internetsucht – klinisches Störungsbild und ambulante Gruppenpsychotherapie |
| 10:40 h | Reiner Schwarz, Köln: Wer braucht Romantik? |
Kaffee, Erfrischungen
Workshops 11:15 h bis 12:45 h
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WS 1 |
Reiner Schwarz, Köln: Romantiker in der Therapie |
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WS 2 |
Gerhild von Müller: Internet-Betrug: Romance Scamming |
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WS3 |
Dr. Rolf Tüschen: Romantisch alt werden |
MITTAGSPAUSE MIT KÖSTLICHEM ESSEN
Workshops 13:45 h bis 15:15 h
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WS4 |
Manfred Lexa: Was ist sozial an den sozialen Netzen? Mit Demonstrationen |
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WS5 |
Dr. Bertram von der Stein: Gruppenpsychotherapie mit narzisstisch gestörten älteren Patienten |
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WS6 |
Dr. Dr. Reinhard Arndt, Elaine de Guzman : Wunsch und Wirklichkeit virtueller Facebook-Beziehungen |
Kaffee, Erfrischungen
| 15:30 h | Dr. Dr. Bernhard Wegener: Idyll |
| 16:15 h | Dr. Bertram von der Stein: Neue Darstellungsmöglichkeiten bei höheren Selbstwirksamkeitsverfallsdaten- Über Suizidalitätsfallen in narzisstisch aufgeladenen Milieus |
| 17:00 h | Gerhild von Müller: Welche Netzwerke brauchen PsychotherapeutInnen? (fishbowl) |
18:00 Uhr Mitgliederversammlung gap-ev.
Reinhard Arndt, Elaine de Guzman:
Wunsch und Wirklichkeit virtueller Facebook-Beziehungen
Wer bin ich und wer bist Du? Können und wollen wir miteinander?
Thumbs up oder not-like? Was ist Dein Status?
Anhand von Video-Beispielen unserer jugendlichen PatientInnen, Facebook-Profilen und Kurznachrichten in diesem Social Network soll der „zwischenmenschliche“ Beziehungsaufbau, deren Unterhaltung, Grenzwertigkeit und Grenzenlosigkeit betrachtet werden.
Es soll eingeladen werden, in diese für Kinder und Jugendliche heutzutage essentielle Beziehungswelt einzutauchen, diese zu erörtern, zu verstehen und schließlich lebendig und persönlich miteinander zu diskutieren.
Sebastian Buggert:
Rückzugsort Internet und der Verlust der Aufklärung
In Zeiten der Dauerkrise steht das Internet nicht mehr für den Aufbruch in neue Welten, sondern wird zum Rückzugsort, zum Absicherungstool bis hin zur Erlösungshoffnung. Resultierende Trends sind Internet-Cocooing und die unbewusste Idealisierung des Internets, die religiöse Züge annimmt.
Gesellschaftliche Konsequenzen sind zunehmende Weltfremdheit, Unterordnung unter die Cloud (die IT-Welt), Zustand wie vor der Aufklärung: sich klein fühlen, es nicht alleine schaffen, Delegation an göttliche Kraft.
Zur Person: Sebastian Buggert, Diplom-Psychologe, Branchengruppenleiter rheingold Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen, Experte im Bereich Medien und Medienforschung, ländespezifische Konsum- und Verbraucherforschung. Kaiser-Wilhelm-Rng 46, 50672 Köln; Fon +49 221 9127777-34, buggert@rheingold-online.de; www.rheingold-online.de
Manfred Lexa:
Was ist sozial an den sozialen Netzen? Mit Demonstrationen
Das Soziale im Netz bewegt sich zwischen Autonomie und Hierarchie.
Seit der Erfindung des Personal Computers und dem Bindeglied zum Telefonnetz (Modem) entstanden spontan vielerorts fast weltweit verschiedene Netzwerke (Fido- Link- GEO-Netz u.v.m). Seitdem gibt es permanente Versuche, dies an sich dezentrale Geschehen zu dominieren.
Der Beginn des ARPA-Netz (Internet) als militärisches Projekt war aus rein taktischen Gründen noch dezentral konstruiert. Das Internet hat sich dann als Navigationsinstrument für Wissen und Information der Wissenschaftsszene entwickelt und wurde dessen liebstes Kind.
Die Öffnung für die Allgemeinheit, u.a. auch kommerzielle Provider ermöglichten Internet für Jedermann (Datenautobahn). Mit der Kommerzialisierung des Internets zeichnete sich die soziale Bedeutung im breiteren Sinne ab (z.B. bei Behörden). Parallel entstanden neue Versuche von kommerziellen Playern zur Hegemonisierung (AOL, Microsoft); es fanden verdeckte Angriffe auf die Privatsphäre der Nutzer statt. Die Massenmedien ( HD-TV u.ä.) wirkten als Motor im Internetgeschehen. Durch die Verbreitung asymmetrischer (viel raus wenig rein) Zugänge (Breitband für jedermann DSL) wurde parallel die Auflösung der Privatsphäre mit Billigung staatlicher Instanzen infolge Profiling, Adresshandel & Datamining vorangetrieben. D.h. der Einzelne wird durch die Verkoppelung seiner medialen Vorlieben in eine Selbstdarstellung gelockt (Public-Image) und dadurch für die Wirtschaft erschlossen und zur Beute von Politik & Wirtschaft = Facebook. Die Menschen werden so vermessen und betrogen.
Im Workshop zeige ich Dienste im Internet (facebook, twitter, linked-in, youtube usw.) und deren Probleme und Chancen am Bildschirm:
- e-mail und WWW – leicht kontrollierbar da serverabhängig und von Dienstleistern befördert: zentralistische Struktur
- Dezentrale Struktur: peer to peer-Dienste wie Tauschbörsen, Blogging, Podcasting, Messenger für 1 zu1 und Gruppenkommunikation
- Facebook Schneeballsysteme = Soziales Datamining (asymmetrisch)
Probleme und Chancen absehbarer Entwicklungen:
- Online-Kriminalität
- Kommunikationsfallen: Onlinesucht, Virtual Reality (multimediale Gruppen-Rollenspiele), Augmented Reality
- die mobilen Smart-Phone
- neue Möglichkeiten der Inklusion, Online-Therapie, Online-Sozialarbeit
Zur Person: 1950 in Dormagen geboren, nach Studium der Phonetik, Germanistik und Musikwissenschaft an der Universität zu Köln: Computertechniker, früher NetzwerkAktivist, Medienkunst, Neue Musik Projekte im Bereich Kunst und Technik; ab1988 Internationale Netzwerkprojekte im Bereich Entwicklungshilfe Online Journalismus
Reiner Schwarz:
Wer braucht Romantik? (Vortrag)
Romantische Verliebtheit ist für viele auch heute eine Grundbedingung für Sexualität und Partnerschaft. Wenn man sich fragt, um was es sich hier psychologisch handelt und klinische Erfahrung heranzieht, ergibt sich ein anderes Bild als in der ursprünglichen Mystik – man stösst auf viel Narzissmus. Die vereinsamten und partnerlosen Großstadtsingles suchen im Internet nach Erfüllung ihrer oft riesengroßen romantischen Liebeserwartungen und bleiben enttäuscht – das sind unsere Klienten. Es hängt von unserer eigenen inneren Einstellung ab, welche Haltung wir zu diesen Wünschen einnehmen und wie wir dann intervenieren.
Romantiker in der Therapie (Workshop)
Wir kennen wohl alle Klienten, die Zufriedenheit oder Glück für ihr Leben nur dann empfinden, wenn alle romantischen Liebeserwartungen wahr geworden sind. Sie suchen, oft pausenlos bis hin zur Internetsucht, nach den „Richtigen“, sind mehr und mehr frustriert und wenden sich in ihrer Enttäuschung und oft auch in ihrem Zorn an uns. Der Workshop soll auch mit Fallbeispielen des Referenten einem Erfahrungsaustausch dienen.
Dr. med. Bertram von der Stein, Köln:
Neue Darstellungsmöglichkeiten bei höheren Selbstwirksamkeitsverfallsdaten- Über Suizidalitätsfallen in narzisstisch aufgeladenen Milieus (Vortrag)
Bekanntermaßen klaffen Ideal-Ich und Real- Ich auseinander. Trotz beachtlicher Erfolge wird mit zunehmendem Alter diese Kluft deutlicher. Während in der Adoleszenz vor allem bei Menschen mir breiter Begabung das Allmachtsgefühl der Pluripotenz noch im scheinbar unbegrenzten Raum der Zukunft erhalten bleibt so ist gerade vor dem Hintergrund der begrenzten Lebenszeit spätestens ab der sog. Lebensmitte diese Illusion zerstört, selbst wenn jemand überdurchschnittliche Erfolge aufzuweisen hat.
Die Krise in der sog. Lebensmitte oder im frühen Alter wird allzu oft nur vordergründig mit dem Klimakterium begründet, vielmehr ist es aber ein Zeitpunkt in dem die Kränkung der Endlichkeit bisherige narzisstische Plomben lockert.
Kernberg hat mehrfach auf die hohe Suizidalität erfolgreicher aber schwer narzisstisch gestörter Menschen im Alter hingewiesen.
Der geplante Vortrag behandelt anhand von Fallvignetten einer fünfzigjährigen, ehemals in einem Privatsender erfolgreichen Journalistin, einem gescheiterten Historiker und natürlich bei einem hochaltrigen Prominenten die o. g. Symptomatik.
Ebenso wird auf bestimmte narzisstisch hoch besetzte Milieus hingewiesen, die mit Misserfolg und Scheitern destruktiv umgehen, bzw. in denen nur sehr gesunde Menschen mit wechselndem Erfolg überleben könnten.
Ferner werden therapeutische Wege aufgezeigt auch noch im späteren Lebensalter eine bis dahin verdeckt und kompensiert gebliebene narzisstische Persönlichkeitsstörung mit psychoanalytischen Mitteln zu behandeln.
Dr. med. Bertram von der Stein, Köln:
Analytische Gruppenpsychotherapie mit narzisstisch gestörten älteren Patienten (Workshop)
In Gruppentherapien mit Älteren sind narzisstische Motive, die sich vordergründig gegen jüngere Therapeuten richten oft lähmend und destruktiv. Im folgenden Seminar sollen derartige Gruppensequenzen vorgestellt werden und praktische Auswege aus einem von Suizidalität überschattetem erarbeitet werden. Ferner sollten Kriterien erarbeitet werden, bei welchen Patienten man besser Abstand von aufdeckenden Therapiemethoden im Alter nehmen sollte
Gerhild von Müller:
Internet-Betrug: Romance Scamming
Früher hieß es „Heiratsschwindel“, heute nennt man es „Romance Scamming“. Die Folgen sind dieselben: Frauen werden um ihr Vermögen betrogen. Das Erstaunliche dabei ist, dass diese Frauen den Betrüger nie zu Gesicht bekommen haben, in manchen Fällen noch nicht einmal am Telefon mit ihm gesprochen haben, sondern nur durch die Kommunikation per Internet. Wie das geht und was bei den Frauen passiert, werde ich im ersten Teil des Workshops vorstellen. Auch was getan wird, um vor solchen Betrügereien zu warnen und die Frauen, die völlig verarmt vor dem Nichts stehen und vor allem aber beschämt sind, aufzufangen.
Neben diesen extremen Fällen kommt es immer wieder zu enttäuschenden Erfahrungen unserer KlientInnen bei der Partnersuche via Internet, wozu ich Fallbeispiele berichten werde und die Unterschiede zur herkömmlichen Partnersuche beschreibe. Im letzten Teil des Workshops möchte ich dann in einen kollegialen Austausch über die eigenen Praxiserfahrungen übergehen.
Gerhild von Müller:
Welche Netzwerke brauchen PsychotherapeutInnen? (fishbowl)
Zur Abrundung der Tagung und zum guten Schluss der kollegiale Austausch in der großen Runde über folgende Themen und Fragen:
– In welchen Netzwerken bin ich angemeldet, verfolge ich die Ereignisse, wo bin ich aktiv und wofür?
– Wie hat sich mein (Berufs)Leben dadurch verändert?
– Bin ich altmodisch, wenn ich nicht bei facebook & Co. mitmache?
– Wie kann man soziale Netze/neue Technik zur Kommunikation mit Patientinnen nutzen?
– Welche Datenschutzprobleme muss ich beachten?
– Mit welchen neuen Symptomen und Leiden kämpfen unsere PatientInnen bzgl. der internetgestützten Kommunikation?
– usw.
Zur Person: Psychologische Psychotherapeutin, Lehrtherapeutin und Supervisorin TP, niedergelassen in Köln, Mitglied der Kammerversammlung der PsychotherapeutInnenkammer NRW
Dr. Dr. Bernhard Wegener:
Idyll
Das Idyll zeigt seit der Antike eine Verbindung mit dem einfachen, meist ländlichen Leben und besonders in der Bukolik mit der Erotik. Diese Sehnsucht nach der Schlichtheit des Lebens, der Unkompliziertheit wurde besonders in der Romantik neu belebt. Ein Zurück zu einfachem Naturverständnis ist als Gegenbewegung gegen alle Technisierung, Entfremdung heutigen tags zu beobachten. In verschiedensten Richtungen der Psychotherapie begegnen wir solchen Elementen. Es werden „innere Begleiter“, Stofftiere als Gefühlkatalysatoren, verschiedenste Gegenstände als Haltesymbole eingesetzt und sollen – wenigstens für einen Moment.- eine idyllische Situation erzeugen.
Ist das erlaubt? Ist das wissenschaftlich? Bleibt nicht die Realität als Kränkung erhalten?
Ist das nicht ein Betrug? Oder ist das ein erlaubtes Mittel oder gar der zu wünschende Therapieerfolg?
Zur Person: DP, PD, Lehrtherapeut in VT und TP, Neuropsychologe, Franklinstr. 16, 10587 Berlin, Tel:0177 69 00 439, e-Mail: bernhard.wegener@freenet.de
Dr. Klaus Wölfling:
Internetsucht: klinisches Störungsbild und ambulante Gruppenpsychotherapie
Aus der medizinisch-psychologischen Perspektive, ist das Phänomen eines suchtartigen Gebrauchs des Internets für einen überschaubaren aber konstanten Teil seiner Nutzer relevant: vor allem männliche Jugendliche und junge Erwachsene zeigen immer häufiger ein sich verlierendes, entgleitendes und in Extremfällen psychopathologisch auffälliges Onlinenutzungsverhalten insbesondere in Bezug auf Online-Spielwelten und Online-Glücksspielangebote. Die Betroffenen haben Symptome mit nahezu vollständiger Übereinstimmung im Vergleich zu den substanzgebundenen Abhängigkeitserkrankungen.
Internetsüchtige können dabei von verschiedenen Verhaltensroutinen abhängig sein: Dazu zählen unter anderem die Präsenz in Chatforen oder Social networks, wie z.B. Facebook, die Suche nach pornographischem Material oder jeglicher Art von Informationen, Online-Kaufverhalten und vor allem die exzessive Nutzung von Glücks- oder (Online-) Computerspielen. Im Referat wird ein Überblick über wissenschaftliche Erkenntnisse zur Prävalenz von Internetsucht, dem Suchtpotenzial einzelner Webapplikationen sowie über die typischen Symptome von betroffenen Patienten gegeben. Außerdem werden im Vortrag Hinweise auf charakteristische Risikofaktoren und psychotherapeutische Behandlungsstrategien gegeben. Kernstück ist dabei ein 15wöchiges ambulantes Gruppenpsychotherapieprogramm, das in der Ambulanz für Spielsucht Mainz entwickelt wurde.
Literatur:
Wölfling, K. & Müller, K.W. (2008). Phänomenologie, Forschung und erste therapeutische Implikationen zum Störungsbild Computerspielsucht. Psychotherapeutenjournal, 7 (2), 128-133.
Wölfling, K., Jo, C., Bengesser, I., Beutel, M. E. & Müller, K. W. (im Druck, Erscheinungsdatum: Mitte Juni 2012): Computerspiel- und Internetsucht. Ein kognitiv-behaviorales Behandlungsmanual. Stuttgart (Kohlhammer).
Zur Person: Psychologische Leitung – Ambulanz für Spielsucht, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, UNIVERSITÄTSMEDIZIN Mainz
Tagungsort: Somnia Privatklinik, Friedrich-Ebert-Str. 11a, 50354 Hürth, Tel. 02233 9723-0; www.somnia-kliniken.de
Tagungsbeitrag einschll. köstlichem Mittagessen und Pausengetränke und Veröffentlichung:
65,00 Euro Frühbucher bis 30.9.2012
80,00 Euro danach
zu zahlen per Überweisung auf das Konto der Gesellschaft für Allgemeine PSYCHOtherapie e.V.
Fortbildungspunkte: 9 Punkte von der Ärztekammer Nordrhein beantragt
(wird von Psychotherapeutenkammer anerkannt)
Anmeldung: per Fax oder eMail mit Formular
Gesellschaft für Allgemeine PSYCHOtherapie e.V., Bonn-Sankt Augustin
Dr.med. Jürgen Junglas, Diplom-Psychologe, Vorsitzender
für den Vorstand: G. von Müller, R. Schwarz, Dr. Dr. B. Wegener, Dr. Dr. R. Arndt
Büro: Birlinghovener Str. 39c, D-53757 Sankt Augustin
Tel 022 41 33 60 61, Fax 02241 3970 571
eMail: admin@rap-tage.de; https://rap-tage.de
An das Tagungsbüro
Rheinische Allgemeine Psychotherapietage
c/o gap-ev.Büro Drs. Junglas
Birlinghovener Str. 39c
D-53757 Sankt Augustin
Per Fax 02241 3970571
Per mail: admin@rap-tage.de
Verbindliche Anmeldung
Hiermit melde ich mich zur 19. Rheinischen Allgemeinen Psychotherapietagung
am 27.10.2012 in Hürth bei Köln an:
Bitte kreuzen Sie die gewünschte Teilnahmezeit an! (ganze Tagung oder Tageskarten)
Preise beinhalten Verpflegung (Kaffee etc., Mittagessen), Veröffentlichung, Bescheinigungen etc.
| Auswahl |
Tage (bitte ankreuzen) |
Preis bis 30.9.2012 |
später |
| Ganze Tagung |
Samstag 27.10.2012 |
65,00 € |
80,00 € |
|
Zu zahlen!; bitte überweisen an u.g. Konto: |
|||
Ich präferiere folgende Workshops (bitte ankreuzen:
|
11:15 – 12:45 h |
13:45 – 15:15 h |
|
Workshops 1 – 4 |
Workshops 5 – 7 |
| ¨ Schwarz: Romantiker |
¨ von Müller: Romance Scamming
¨ Tüschen: Romantisch alt werden¨ Lexa: soziale Netze konkret
¨ von der Stein: Gruppenpsychotherapie
¨ Arndt, de Guzman: virtuelle Facebook-Bzhg.
¨ Ich habe den Teilnehmerbeitrag auf das Konto
der Gesellschaft für Allgemeine Psychotherapie e.V., Bonn,
Nr. 11704301 bei der Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) überwiesen.
| Name, Vorname: |
Titel, Beruf:Postleitzahl, Ort:Straße, Hausnummer:Tel: eMail:Datum :
Unterschrift:
Band 8: Jürgen Junglas (Hrsg.)
Kranke Körper zum Seelentherapeut! Körperlich Kranke in Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie
2011, Deutscher Psychologen Verlag GmbH, Berlin; ISBN 978-3-942761-02-4
17,80 € –> bestellen
Band 7: Jürgen Junglas (Hrsg.)
Lieben oder Verwahrlosen?
2009, Deutscher Psychologen Verlag GmbH, Berlin; ISBN 978-3-931589-92-9, 220 Seiten, 19,80 € –> bestellen!
Band 6: Jürgen Junglas (Hrsg.)
Kultur der Therapie der Kulturen. Psychotherapie und Psychiatrie mit Migrationshintergrund
2008, Deutscher Psychologen Verlag GmbH, Bonn; ISBN 978-3-931589-87-5, 237 Seiten, 22,80 € –> bestellen!
Band 5: Jürgen Junglas (Hrsg.)
Tödliche Gedanken. Prävention und Therapie der Suizidalität.
2007, Deutscher Psychologen Verlag GmbH, Bonn; ISBN 978-3-931589-82-0, 247 Seiten, 22,80 € –> bestellen
Band 4: Jürgen Junglas (Hrsg.)
Traumaorientierte Psychotherapie und Psychiatrie. Nach den Tsunamis des Lebens.
2006, Deutscher Psychologen Verlag GmbH, Bonn; ISBN 3-931589-77-3, 143 Seiten, 16,80 €; –> bestellen!
Band 3: Jürgen Junglas (Hrsg.)
Geschlechtergerechte Psychotherapie und Psychiatrie „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“
2005, Deutscher Psychologen Verlag GmbH, Bonn; ISBN 3-931589-69-2, 150 Seiten, 16,80 €; –> bestellen!
Band 2: Jürgen Junglas (Hrsg.)
Depression in der Praxis. Tragen Sie es mit Humor!
2002, verlag allgemeine psychotherapie & sozialpsychiatrie, Bonn; 3,00 € –> bestellen
Band 1: Jürgen Junglas (Hrsg.)
Angst essen Seele auf! Ängste erkennen und behandeln!
2000, verlag allgemeine psychotherapie & sozialpsychiatrie, Bonn; 3,00 € –> bestellen!
„Ich will berühmt werden!“ – Narzistische Balancen in der Medienwelt
12.5.2012, Hürth/Köln
Programm
Gryphius mahnte „Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn.“ Heute, befreit von den Schrecken der Kriege, sehen viele den Ruhm ganz anders: berühmt zu werden scheint vielen ein sinnstiftendes Lebensziel. Während Sebastian Brant 1494 die, „die sich berühmen hoher Dinge / und wollen sein, was sie nicht sind, / und wähnen, alle Welt sei blind“, auf sein Narrenschiff lud, scheinen heute die fast nicht mehr normal, die sich nicht vor Kameras und Mikrofonen (ent)äußern.
Im 19. Jahrhundert versuchte man den Ruhm mit der Ehre zu bändigen; Ruhm suchen wir weiter, Ehre scheint ein Fremdwort geworden zu sein. Wir tragen den Marktplatz der Eitelkeiten in unseren Taschen und schalten ihn zuhause gerne ein um zu schauen wer das Interesse der Medien gefunden hat.
Um die Stufen des Ruhms zu erklimmen reichen nicht einige Freunde in der cyberworld. Man hat mich gesehen, also gibt es mich. Es reicht nicht, wenn die Mutter sich über mein Produkt freut, die Welt soll sich freuen! Die Erfindung des Narzissmus hat der Einmaligkeit des Einzelnen die Notwendigkeit der uniformen Anerkennung durch die Großgruppe gegenübergestellt und den Glauben gefördert, der Einzelne dürfe sich nicht zu sehr im Spiegel betrachten, auch wenn er den Glanz im Auge der Mutter in sich trägt. Die Hoffnung die Anerkennung durch viele könne die eigene Ablehnung übertönen, erweist sich jedoch meist als trügerisch, auch wenn man diesem Ziel seinen Lebensplan untergeordnet hat.
Das bittere Schicksal Ruhmessüchtiger scheint nicht abzuschrecken: ausgebrannte Manager, suizidale Sportler (Enke) und drogenverlorene Künstler (Jackson, Spears, Winehouse) scheinen uns unsterblich. Die Befriedigung des Kampfes um Anerkennung (Honneth) mit Liebe, Recht und Solidarität reicht vielen nicht. Eltern nutzen den kindlichen Spiel- und Zeigetrieb, um ihnen früh auf der Bühne des „Supertalents“ den Geschmack des Ruhms anzugewöhnen. Risiken des Ruhms für Leib und Seele werden bis zur Nichtigkeit relativiert. Gegenüber der Gier zum Medium, zum zwischenmenschlichen Schein-Kontakt, in aktiver und passiver Form, knickt die Vernunft ein. Sie erhält die Rolle des „Spielverderbers“, der einem den Höhenflug zur Sonne nicht gönnt, nur weil die Flügel schmelzen könnten und ich den Absturz nicht unbeschadet überleben könnte.
In aller Bescheidenheit laden wir Sie zu einem Tag rühmlichen Gedenkens mit leckeren Reden und Speisen sowie erlebnisreichen Workshops und Lobbykontakten ein.
Ihre gap-ev., Dr. J. Junglas, G. von Müller, Dr. Dr. R. Arndt, R. Schwarz, Dr. Dr. B. Wegener
Beiträge von Dr. Dr. R. Arndt, E. de Guzman, Dr. G. Höflich, P. Jagow, G. Klaes-Rauch, A.M. Lang, R. Schwarz, Dr. B. von der Stein, G. von Müller. Dr. Dr. B. Wegener
Heilender Schlaf für zerstörte Träume
Psychotherapie für Menschen, die nicht mehr abschalten können.
Samstag, 2.7.2011, Somnia-Klinik, Köln/Hürth
Schlafstörungen scheinen für moderne Menschen unvermeidbar. Meist werden sie isoliert gesehen, in Schlaflaboratorien untersucht und verschiedenen „Einstellungsversuchen“ unterworfen. Das Wissen um ihre Bedeutung als Indikator einer psychischen Störung ist wenig verbreitet, jedoch von enormer Versorgungsrelevanz. So kann die isolierte Behandlung der Schlafstörung zur Chronifizierung einer nicht erkannten psychischen Störung beitragen.
Mit den modernen Medien haben wir erreicht, was Frank Sinatra einst sang: „I want to wake up in a city that never sleeps!“ New York ist jetzt in jedem Schlafzimmer, Ruheräume werden vernetzt, ständig klopft jemand an, obwohl er gar nicht da ist.
Warum braucht der Mensch Schlaf? Lässt er sich von ihm „übermannen“ oder „sucht“ er ihn? Wer gönnt wem welchen Schlaf? Wer oder was hat uns den Schlaf „geraubt“? Wie unterscheidet sich der „Schlaf der Gerechten“ von dem der Ungerechten und wo erhält man das gute Gewissen, das ein sanftes Ruhekissen ist?
Wenn in der Ruhe die Kraft liegt, wie uns eine Redensart nahe legt, fragen wir uns wann wir lernen ruhig zu werden. Etwa in der Schule? Warum wollen unsere Kinder noch nicht ins Bett gehen, wenn es ihnen doch so gut tun würde?
Let’s get loud! Faulenzer und Langschläfer mögen wir nicht. Beneiden wir auch nicht. Da fehlt der Rhythmus! Wenn wir was werden wollen, was erreichen wollen, müssen wir uns anstrengen. Erst danach haben wir uns Schlaf „verdient“.
Psychotherapien ersetzen keine Träume und schlafende Therapeuten sind uns kein Vorbild. Doch helfen uns PsychotherapeutInnen uns in den Schlaf zu wiegen, dem wir uns überlassen können, unseren „Heilschlaf“ zu finden. Sie helfen uns, unsere Seelen zu retten vor dem Strom der Nichtigkeiten und mit der Kraft unserer Träume unsere Totalität wieder zu finden. Oder wie Laotse sagte: Der Berufene macht das Nichtmachen, so kommt alles in Ordnung.
Gesellschaft für Allgemeine PSYCHOtherapie e.V.
Dr. J. Junglas, G. von Müller, R. Schwarz, Dr. Dr. R. Arndt, Dr. Dr. B. Wegener
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es vergeblich, sie anderswo zu suchen (Francois de La Rochefoucauld, 1613-1680)
Interesse an Allgemeiner PSYCHOtherapie?!
Wir fördern die Entwicklung und Verbreitung qualitativ hochwertiger, menschendienender Psychotherapie. Wir integrieren ärztliche, psychologische und pädagogische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und assoziierte Berufsgruppen.
Ihre Gesellschaft für Allgemeine PSYCHOtherapie e.V., Bonn-Sankt Augustin
Wa(h)re Psychotherapie!? Die Ware Psychotherapie und die Wahrheit des Patienten
Königswinter (bei Bonn), Adam Stegerwald Haus
Programmzeittafel | Abstracts
Bei der Auswahl des Themas haben wir uns gefragt, ob die zunehmende Betonung des Warencharakters der Psychotherapie in Leitlinien, Behandlungspfaden und Qualitätssicherungs-maßnahmen den Wert unserer Dienstleistung klärt, verschleiert oder sogar zur Abwertung führt. Inwieweit verbessert die Konkurrenz der Schulen, Berufsgruppen und Ausbildungsinstitute die Behandlungserfolge für die Patienten? Welche Verfahren werden quasi unter der Ladentheke angeboten oder als IGEL-Leistung angepriesen.
Ist unsere Profession gesellschaftlich akzeptiert und gewollt? Bieten wir eine Leistung, die die Kollateralschäden einer leistungsorientierten Gesellschaft, begrenzen soll (also kann Leistung Leistungsschäden mindern)?
Sind unsere Angebote mehr von unseren Grenzen und Möglichkeiten bestimmt als von den Wünschen unserer „Kundschaft“? Oder bestimmen die Kostenträger und die Sozialpartner nicht nur den Rahmen, sondern auch den Inhalt unseres Tuns?
Und warum gelingt es uns nicht, die Attraktivität medikamentöser Behandlung zu relativieren?
Ermutigt uns die Traumatherapie Dinge zu tun, die uns traumatisieren könnten, weil wir ja eine Methode haben um die Folgen zu heilen?
Die Antworten auf unsere Fragen finden wir im Diskurs.
Referentinnen und Referenten:
Dr.med. Renate Beckmann, Köln: ADHS im Erwachsenenalter
Ralf Cramer, Bonn: Effiziente Supervision
Annelie Dott, Köln: Generationstypische Wahrheit(en); Trauma-Analyse bei Kriegsenkel
Wolfgang Erhardt, Hennef: Essentielle Psychotherapie
Prof. Dr. Jörg Fengler, Köln: Muss es immer Psychotherapie sein?
Prof. Dr. Gottfried Fischer, Köln: Traumatherapie heute
Gudrun Hoika-Messing-Flöter, Köln: Selektive Authentizität – Authentizität als Ware
Uschi Gersch, Köln: Die Zukunft der Psychotherapie
Peter Giesers, Köln: Der heimliche Dritte im Bunde – Die Macht des Geldes
Barbara Groth, Kleve: Pferde in der Psychotherapie
Micha Hilgers, Aachen: Arme und Reiche in der Psychotherapie
Dr. Jürgen Junglas, St. Augustin: Irre! Behandeln wir die Falschen?
Dr. Karin Junglas, Bonn: Ältere Menschen: keine „Kundschaft“ für uns?!
Sabine Kühlich, Köln: Gesangs-Workshop
PD Dr. Michael Kusch, Bochum: LARES und andere psychosoziale Behandlungspfade
Prof. Dr. Reinhard Maß, Renate Bauer, Gummersbach: Sexualtherapie
Frauke Nees, Petra Daiber, Karlsruhe: Kreativitätstraining
Klaus Niel, Köln: Was gibst Du mir, wenn ich Dir helfe?
Martin Petelkau, Lingen: Naikan und Jin Shin Jyutsu in Psychotherapie und Psychohygiene
Anne M. Lang, Bonn: Kranken-Behandlung oder hypno-systemische Veränderungsarbeit?
Alexandra Miethner: Psychologische GesundheitsVersorgung(PGV) – Vernetzung als Chance
Gerhild von Müller, Köln: Heilung vs. Geld -fishbowl-
Xenia Scherz, Bad Honnef: Wandern zum Drachenfels
Reiner Schwarz, Köln: Heilen oder trösten?, Wahrheiten für Narzissten
Dr.med. Rolf Tüschen, Bonn: Ambulante Psychotherapie – keine Ware für ältere Menschen?
Irene Vigener, Köln: Bildhauerkurs
Jürgen Vogt, Köln: Zur Sozialanalyse
Dr. Bertram von der Stein, Köln: Heuchelei in der Psychotherapie. Grenzen der Symbolisierung
Dr. Dr. Bernhard Wegener, Berlin: Nutzt den Patienten der Schulenstreit? -fishbowl-
Büchertisch: Bücherstube St. Augustin; www.buecherstaugustin.de
16. RAP – Abstracts
Wa(h)re Psychotherapie?!
Die Ware Psychotherapie und die Wahrheit des Patienten.
| Donnerstag 21.10.2010 | Freitag 22.10.2010 | Samstag 23.10.2010 | |
| 09:30-11:00 hVorträge | Dr. Jürgen Junglas, St. Augustin: Irre! Behandeln wir die Falschen? Prof. Dr. Gottfried Fischer, Köln: Traumatherapie heuteDr. Renate Beckmann, Köln: ADHS im Erwachsenenalter |
Reiner Schwarz, Köln: Heilen oder Trösten? Prof. Dr. Jörg Fengler, Köln: Muss es immer Psychotherapie sein? Annelie Dott, Köln: Generationstypische Wahrheit(en) |
Uschi Gersch, Köln: Die Zukunft der Psychotherapie Dr. Bertram von der Stein, Köln: Heuchelei in der Psychotherapie. Gudrun Hoika-Messing-Flöter, Köln: Selektive Authentizität – Authentizität als Ware |
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pause mit kaffee |
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| 11:30-13:00 h Parallel-Workshops | W1: Prof. Dr. Reinhard Maß, Renate Bauer, Gummersbach: Sexualtherapie 1 W2: Martin Petelkau, Lingen: Naikan und Jin Shin Jyutsu in Psychotherapie W3: Ralf Cramer, Bonn: Effiziente Supervision (<8 TN) |
W8: Barbara Groth, Kleve: Pferde in der PsychotherapieW9: Reiner Schwarz, Köln: Wahrheiten für NarzisstenW10: Annelie Dott, Köln: Trauma-Analyse für KriegsenkelW11: Irene Vigener, Köln: Bildhauerkurs (<7 TN) |
W15: Dr. Bertram von der Stein, Köln: Grenzen der Symbolisierung W16: Gudrun Hoika-Messing-Flöter, Köln: Selektive Authentizität – Authentizität als WareW17: Jürgen Vogt, Köln: Zur Sozialanalyse |
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pause mit imbiss |
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| 14:00-15:30 hVorträge | Peter Giesers, Köln: Der heimliche Dritte im Bunde – Die Macht des Geldes Klaus Niel, Köln: Was gibst Du mir, wenn ich Dir helfe? Anne M. Lang, Bonn: Kranken-Behandlung oder hypno-systemische Arbeit? |
PD Dr. Michael Kusch, Bochum: LARES und psychosoziale BehandlungspfadeAlexandra Miethner, Bonn: PGV – Vernetzung als ChanceFrauke Nees, Petra Daiber, Karlsruhe: Kreativitätstraining |
Micha Hilgers, Aachen: Arme und Reiche in der Psychotherapie Dr. Rolf Tüschen, Bonn: Ambulante Psychotherapie – keine Ware für Ältere? |
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pause mit kaffee |
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| 16:00-17:30 hParallel-Workshops | W4: Klaus Niel, Köln: Was gibst Du mir, wenn ich Dir helfe? W5: Prof. Dr. Reinhard Maß, Renate Bauer, Gummersbach: Sexualtherapie 2 W6: Anne M. Lang, Bonn: Kranken-Behandlung oder hypno-systemische Arbeit? W7: Xenia Scherz, Bad Honnef: Wandern zum Drachenfels |
W12: Frauke Nees, Petra Daiber, Karlsruhe: KreativitätstrainingW13: Sabine Kühlich, Köln: Gesangs-Workshop W14: Gerhild von Müller, Köln: Heilung vs. Geld -fishbowl- |
W18: Dr. Karin Junglas, Bonn: Ältere Menschen in der Psychotherapie W19: Wolfgang Erhardt, Hennef: Essentielle Psychotherapie W20: Dr. Dr. Bernhard Wegener, Berlin: Nutzt den Patienten der Schulenstreit? -fishbowl- |
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pause |
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| 18:00 – 19:30 h |
-Änderungen vorbehalten- 04.09.2010 |
Gesellige Zusammenkunft Auerbach-Keller; Mitgliederversammlung gap-ev. |
Büchertisch: Bücherstube St. Augustin; www.buecherstaugustin.de
Preise: beinhalten Verpflegung (Kaffee etc., Mittagsimbiss), Tagungsband, Bescheinigungen etc.
Punkte 3 x 8 Punkte Kategorie Vorträge mit Diskussion = 24 Punkte (Ärztekammer Nordrhein)
Dr.med. Renate Beckmann, Ärztin für Verhaltenstherapie, Am Weidenpesch 7, 50858 Köln, www.vt-praxis-drbeckmann.de; niedergelassene ärztliche Verhaltenstherapeutin – seit 1998 Aufbau des Praxisschwerpunktes ADHS im Erwachsenenalter – Durchführung von Diagnostik und Verhaltenstherapie im Einzel- und bis Ende 09 auch im Gruppensetting. 2003 Gründung eines QZ „ADHS im Erwachsenenalter, fachübergreifend“. Mitglied der Lenkungsgruppe des ADHS-Netz Köln und damit auch Mitglied des ZAN, zentrales ADHS-Netz. Persönliche Homepage www.adhs-diagnose.de
ADHS im Erwachsenenalter
Die Referentin wird versuchen, einige der vom Veranstalter aufgeworfenen Fragen am Beispiel der ADHS im Erwachsenenalter in der niedergelassenen verhaltenstherapeutischen Praxis zu beantworten. Dabei geht sie von ihrer 12-jährigen Erfahrung mit diesem Störungsbild aus. Die Themen: „Leitlinien …“, „Kollateralschäden…“, „Kostenträger…“, Medikamente…“sowie „unsere Grenzen und Möglichkeiten…“ sollen besonders beleuchtet werden. Der Vortrag setzt eine Grundkenntnis des Störungsbildes ADHS voraus.
Ralf Cramer, Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapie; LVR-Klinik, Kaiser-Karl-Ring 20, 53111 Bonn; Leiter der therapeutischen Dienste. Angestellter Psychologischer Psychotherapeut und Supervisor in der LVR-Klinik Bonn. Nebenberuflich arbeitet er als Dozent und Supervisor in unterschiedlichen Ausbildungsinstituten und ambulanten Einrichtungen. Ralf.Cramer@lvr.de;
Effiziente Supervision
Der Workshop „Effiziente Supervision“ orientiert sich an einem Strukturmodell der Supervision, das sich an psychologischen und verhaltenstheoretischen Problemlösemodellen orientiert.
In einer Orientierungsphase erfolgt durch ein schrittweises Vorgehen die Bestimmung von Problem-, Ziel- und Mittelanalyse. Nach der Zielbestimmung und Auftragserteilung in der Orientierungsphase beginnt dann die eigentliche Bearbeitungsphase anhand der zuvor bestimmten Methoden. Hierbei kann die Multimodalität der Verhaltenstherapie zum Tragen kommen
Das Konzept eignet sich für Einzel- und Gruppensupervisionen sowohl im klinisch psychologischen Kontext als auch für den nicht primär psychologischen Kontext, z. B. Team- und Einzelsupervision im wirtschaftlichen Bereichen.
Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen praxisorientierten Leitfaden für Supervisionen anhand konkreter Anliegen zu vermitteln. Hierzu ist es erforderlich, dass sich zumindest zwei konkrete Anliegen unter den Teilnehmern finden, die in der Gruppe bearbeitet werden können.
Literatur: Bettina Lohmann (2004) Effiziente Supervision. Praxisorientierte Leitfaden für Einzel- und Gruppensuperision. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler 2004 ISBN 3-89676-877-8
Annelie Dott, Diplom-Psychologin, Diplom-Sportlehrerin, Psychologische Psychotherapeutin, Marsdorfer Str. 29, 50858 Köln;
Generationstypische Wahrheit(en), Kriegskindergeneration versus Kriegsenkelgeneration. Warum Eltern und Kinder sich nicht verstehen
Kriegskinder mussten schlimme Erfahrungen oder wenigstens die begleitenden Emotionen abspalten und verleugnen. Kriegsenkel wurden unbewusst beauftragt, sollten ihre Eltern trösten, stabilisieren oder gar entschädigen ohne die Abwehr der Kriegsgeneration anzutasten. Eine solche Vorgehensweise entspricht in der Psychotherapie und Psychoanalyse der stützenden und zudeckenden Methode. Die zum großen Teil noch von Kriegskindergeneration entwickelten Traumatherapien gehen diesen Weg. Die bei der Kriegsenkelgeneration notwendige Trauma-Analyse ist noch wenig bekannt.
Traumatherapie für die Kriegskindergeneration – Trauma-Analyse für die Kriegsenkelgeneration. Klinische Aspekte der generationstypischen Wahrheit(en)
An Beispielen aus Praxis und Literatur
Wolfgang Erhardt, niedergelassener Psychologischer Psychotherapeut, 53115 Bonn, Beethovenstr. 60. Leiter des Instituts für Essentielle Psychotherapie, Eichkuhle 22, 53773 Hennef, Fon 02242 917 5738; info@essentielle-psychotherapie.de; www.essentielle-psychotherapie.de
Essentielle Psychotherapie
Essentielle Psychotherapie hat einen methodenübergreifenden tiefenpsychologisch fundierten Therapieansatz. Sie arbeitet prozessorientiert mit Elementen aus Psychosynthese, Focusing, VT und Meditation. Sie wurde von Psychotherapeuten und Meditationslehrern, die aus überwiegend buddhistischen Traditionen kommen, entwickelt.
Im Workshop können Sie durch Selbsterfahrungsübungen einen ersten „Geschmack“ der essentiellen Psychotherapie erleben.
Prof. Dr. Jörg Fengler, Psychologischer Psychotherapeut, Gruppendynamik-Trainer (DAGG), Supervisor (BDP, DGSv, DGVT, DVT, KLVT), Lehrsupervisor (BDP, DGSv, GwG, ÄAGG), Coach (DBVC), Balintgruppen-Leiter (DBG), Fengler-Institut für Angewandte Psychologie. Zur Schneidemühle 6, 53347 Alfter; Fon 0228 645 333, Fax 0228 644 0 653; joerg.fengler@uni-koeln.de; www.fengler-institut.de
Muss es immer Psychotherapie sein? Kosten und Ertrag von selbst bezahlten Psycho-Maßnahmen
Univ.-Prof. Dr. Gottfried Fischer, Akademie für Integrative Psychotherapiewissenschaft Köln www.aiptw.de, Forschungsleiter Deutsches Institut für Psychotraumatologie DIPT Köln, www.psychotraumatologie.de. Bernhard Feilchenfeld Str. 11, 50969 Köln
Traumatherapie heute: Zwischen Symptomunterdrückung und kausaler Psychotherapie
Es wird die These vertreten, dass die einseitige Konzentration auf ein (möglichst rasches) Beseitigen von PTSD-Symptomen die (Selbst-)Funktionalisierung der Patienten verstärken und unmenschliche Verhältnisse in der Gesellschaft verfestigen kann. Demgegenüber verbindet sich „kausale Psychotherapie“ mit einem Nachdenken über die Ursachen der individuellen Traumatisierung und gesellschaftlich einem Engagement für Reformen, die geeignet sind, die Ursachen von Täteridentifikation und Opferbeschuldigung zu beseitigen. Die Unmenschlichkeit in Traumatherapie und Psychotherapie im Allgemeinen wird heute vor allem „indirekt“ propagiert: Über ein „erkenntnispathologisches“ Evidenzkonzept, das sich von der klinischen Wirklichkeit immer weiter entfernt. Um solche ideologischen Konstrukte erkennen und überwinden zu können, müssen Theorie und Behandlung „dynamisch unbewusster“ Tendenzen erweitert werden um die Untersuchung „kognitiv unbewusster“ (Thure v. Uexküll) Strukturen, die als unbegriffene „Voraus-_Setzung“_ psychotherapeutische Forschung, Theorie und Praxis zunehmend beherrschen.
Die Zukunft der Psychotherapie
Neue Einheitsausbildung?, Höhere Anforderungen für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen?, Pay for Performance?, Ausgleich der regionalen Unterversorgung?
Viele Stichworte beschäftigen uns. Die aktuellen Diskussionsstände und deren Entwicklung werden dargestellt.
Peter Giesers, Köln; peter.giesers@koeln.de.
Der heimliche Dritte im Bunde – Die Macht des Geldes in der Psychotherapie
Mein Beitrag versucht, die Psychodynamik des Geldes in der psychotherapeutischen Behandlung zu beschreiben und anhand von Beispielen zu demonstrieren, wie sehr das Geld – meist unbemerkt – die Behandlungswirklichkeit beeinflusst. Es ist m.E. auffallend, wie es das therapeutische Establishment schafft, das Geld von der Wahrnehmung fernzuhalten, den Finanzierungskontext quasi undeutbar zu machen, selbst in Psychotherapien, die ausdrücklich die latenten Sinnstrukturen zum Thema machen.
Barbara Groth, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Der Einsatz von Pferden im Rahmen einer Psychotherapie
– Wann kann es sinnvoll und förderlich sein Pferde innerhalb einer psychodynamischen Psychotherapie einzusetzen? –
Als psychologische Psychotherapeutin habe ich im Laufe meinerTätigkeit immer wieder erlebt, dass Patientinnen die in der Therapie erarbeiteten Erkenntnisse und Zusammenhänge nicht integrieren oder umsetzen konnten. Mögliche Ursachen dafür können in den Grenzen eines ausschließlich verbal-orientierten Verfahrens wie der tiefenpsychologisch-fundierten Psychotherapie, in der Abwehr- oder Ich-Struktur der Patienten oder in der Beziehung zwischen der Patientin und mir liegen.
In den vergangenen Jahren habe ich immer wieder Patientinnen aus meiner psychotherapeutischen Praxis ans Pferd genommen. Die Erweiterung des Rahmens um das Pferd bereichert die therapeutische Beziehung und führt fast immer zu großen Fortschritten in der psychotherapeutischen Arbeit. Da eine Veränderung des therapeutischen Settings aber auch Risiken birgt, bin ich sehr genau mit der Indikationsstellung. Ich will dabei weder Konflikte vermeiden noch überdecken oder das sichere therapeutische Arbeitsbündnis in Gefahr bringen.
Im Rahmen meiner Ausführungen will ich darstellen, wie sich das therapeutische Setting durch die Einführung des Pferdes verändert und Überlegungen dazu anstellen, wann die Einbeziehung von Pferden in die Psychotherapie sinnvoll und indiziert ist.
Anhand kurzer Fallbeispiele soll die Indikation das Pferd mit einzubeziehen verdeutlicht und die Entwicklung des Patienten durch den Einsatz des Pferdes innerhalb der jeweiligen Psychotherapie beschrieben werden.
Wenn Pferde unter sorgfältiger Beachtung der Risiken und Indikationen in einer psychotherapeutischen Behandlung eingesetzt werden bedeutet es für diese meist einen großen Gewinn sowohl im Hinblick auf neue Erkenntnisse und Erfahrungen als auch für die Entwicklung der Patienten. In welcher Form Patienten von der Pferdearbeit profitieren ist abhängig von deren individueller Symptomatik, der jeweiligen Psychodynamik, sowie den individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten der Patienten sich auf diese Form der Arbeit und Selbsterkenntnis einzulassen. Die Arbeit mit dem Pferd bietet vielfältige Möglichkeiten und Chancen wie: Ich-Stärkung durch Ressourcen-Aktivierung, klaren Kontakt, eindeutige Signale und Grenzsetzung, Realitätsprüfung.
Micha Hilgers, Dipl.-Psychologe, Psychoanalytiker DGPT, Grupppenanalytiker DAGG, Gruppenanalytischer Teamsupervisorg und Organisationsberater DAGG, Roonstr. 13a, 52070 Aachen, 0241 513 995, Sekr.: Drosselweg 2A, 52159 Roetgen-Mulartshütte, 02408 7198066, Fax 02408 7198 065; michahilgers@michahilgers.de; www.michahilgers.de
Arme und Reiche in der Psychotherapie
Psychotherapie im Turbokapitalismus: Reiche, Arme und die Befindlichkeit der Behandler
Gudrun Hoika-Messing-Flöter, Ärztin mit ZB Psychotherapie, Diplom-Psychologin, Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, Behandlung von Kindern/Jugendlichen/Erwachsenen im Einzel- und Gruppensetting, Salierring 44, 50677 Köln, TEL. 0221 240 60 61/62, FAX: 0221 932 36 89, Mailadresse: gfloeter@t-online.de; geboren 14.03.1960 in Gelsenkirchen
Ich arbeitete von 1993 bis 1999 im Kostenerstattungsverfahren als ambulante Verhaltenstherapeutin mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Einzel- und Gruppensetting, war als Assistenzärztin in über mehrere Jahre in der Psychiatrischen Gemeinschaftspraxis Drs. Schuchardt & Holzschneider in der ambulanten Patientenversorgung tätig. Seit 2000 arbeite ich „nur“ noch psychotherapeutisch in eigener Praxis mit Kassenzulassung für Kinder Jugendliche und Erwachsene, erwarb 2000 die Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“ als Ärztin durch die ÄK-Nordrhein und 2008 die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzten (DZVhÄ). Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne (24 J., 18 J.).
Selektive Authentizität der schmale gemeinsame Pfad durch den Sumpf der Missverständnisse, Rollendiffusionen und Fehlinterpretationen
Was verstehen wir unter Authentizität des Therapeuten in der Psychotherapie ? Wie weit darf sie gehen ? Welchem Ziel soll sie dienen ? Was ist zu beachten ? Welche Signale des Patienten zeigen mir, dass ich den Kurs verfehle ? Welche Gefahr läuft der Therapeut, von einem Patienten gezielt missverstanden und entwertet zu werden ? Gibt es dagegen einen Schutz ?
Ausgehend von der These Anna Freuds „Der Therapeut (Analytiker) kann alles tun – er muss nur wissen, was er tut“ werde ich einen kurzen Abriss über die Entwicklung der Therapeutenrolle hinsichtlich der Äußerung emotionaler Inhalte seit Beginn des 20.Jh. skizzieren.
Darüber hinaus werde ich darstellen, warum gerade der Beruf des Psychotherapeuten mit so vielen interaktiven Fußangeln versehen ist, die ein hohes Maß an Achtsamkeit und Klarheit der eigenen Identität erfordern, jedoch auch gerade den Reiz unseres wundervollen Berufs ausmachen, in dem wir uns immer wieder selbst in Frage stellen und durch „ authentische Interaktion“ mit unserem Umfeld und in Form kollegialer Intervision und Supervision stetig weiter wachsen können.
Ich werde auf die strukturellen Probleme bzw. Aufgaben eingehen: die Sitzung als „wohldosierte professionelle Zuwendung mit ritualisiertem Spannungsbogen, damit die Sitzung auch pünktlich beendet werden kann“. Wie kann ich gleichzeitig den Patienten und die Uhr im Fokus behalten, ohne zu schielen ?
Den zentralen Teil des Workshops soll die inhaltliche Drahtseilakrobatik der therapeutischen Beziehung einnehmen: nach SCHMIDBAUER gilt das Motto, „dass der Therapeut echt sein soll und diese Echtheit so zu gestalten hat, dass sie den therapeutischen Prozess fördert; somit ist er angehalten, keine unangreifbare und unantastbare Fassade darzustellen, sondern einen fühlenden Menschen. Aber gleichzeitig hat er diese Gefühle so zu dosieren, dass der Patient nicht gestört, überfordert, verwirrt oder ausgenutzt wird“.
d.h.: die von FREUD ursprünglich geforderte und von ihm selbst nicht eingehaltene Abstinenz ist kein festes Regelsystem, sondern eine Haltung, die garantiert, dass es um die Bedürfnisse des Patienten geht, die in einer professionell definierten Interaktion berücksichtigt werden müssen. Die Gefühlsäußerungen des Therapeuten unterliegen einer Auslese, die der positiven Entwicklung des Patienten dienen soll.
Die Rolle des Therapeuten ist, den Patienten zu bewegen und zu versuchen, die Person des Patienten mit allen eigenen Emotionen wahrzunehmen und daraus Ansätze für Fragen/Vorschläge/Zusammenhänge zu gewinnen sowie Rückzug in gemeinsame professionelle Reflexion zu bieten, d.h. die Diskussion über die Wirkung des Therapeuten auf den Patienten möglich zu machen und die Interaktion davon ausgehend zu optimieren.
Das Ziel ist somit die Balance aus ZUVIEL (der Therapeut wird als zu nah erlebt, was ihn als emotional bedürftig erscheinen lässtà wer braucht hier wen ???) und ZUWENIG (der Therapeut bleibt indifferent-distanziert, der Patient fühlt sich nicht ernst genommen und „verwaltet“).
Im Anschluss an den theoretischen Teil möchte ich die Teilnehmer zu einer Gruppensitzung einladen, wobei die Inhalte durch die Struktur der TZI nach KOHN und der Gruppentherapie nach FIEDLER getragen werden sollen, gewürzt durch Aspekte der Methode der Prismatischen Fokussierung nach Prof. A. DREES (Krefeld).
Schmidbauer sinniert zu diesem Thema: „Verkaufen wir Gefühle, wenn wir lernen, sie abzuwägen und die Kundschaft manchmal freundlich zu fragen: ´Darf´s auch ein bisserl mehr sein?`“
Dr.med. Jürgen Junglas, Diplom-Psychologe, Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie, Birlinghovener Str. 39c, 53757 St. Augustin, Fax 02241 3970571, eMail: j.junglas@t-online.de; www.dr-jjunglas.de; www.psychoforum.de.
Irre! Behandeln wir die Falschen?
Lütz hat mit breiter Medienrezeption die Behauptungen aufgestellt, die Normalen seien unser Problem und die niedergelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten würden eher wenig gestörte Menschen behandeln, während für die schwerer gestörten Patienten kaum Psychotherapieplätze zur Verfügung stehen würden. Ausgehend von diesen auch bei Patienten interessiert aufgenommenen Behauptungen will ich in das Tagungsthema einführen und Aspekte der Grundlagen und der Praxis der Psychotherapie darstellen.
Dr. phil. Karin Junglas, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, LVR-Klinik Bonn, Abt. f. Gerontopsychiatrie und -psychotherapie, Kaiser-Karl-Ring 20, 53111 Bonn; k.junglas@t-online.de; www.karinjunglas.de
Ältere Menschen in der Psychotherapie
Die psychotherapeutische Versorgung älterer Menschen ist nur unzureichend entwickelt. Besonderheiten und Anforderungen werden dargestellt.
Sabine Kühlich, Diplom-Psychologin, Jazz-Musikstudium mit Master, Langenbergstr. 54, 50765 Köln, Fon 0221 700 9923, mobil 0163 913 9985; www.sabinekuehlich.com/calender.php; sabinekuehlich@googlemail.com
Gesangs-Workshop
Arbeit an Gesang und Emotionen, Stimmimprovisationen, Circle Songs, inspiriert von Bobby McFerrin, Swing-Gesang, Gospel mit stimmphysiologischen Erläuterungen. Arbeit mit „timing“ und groove.
PD Dr. Michael Kusch, Diplom-Psychologe, Geschäftsführer IGV, Institut für Gesundheitsförderung & Versorgungsforschung gGmbH, An-Institut der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 142, 44799 Bochum. Fon 0234 321 1957, Fax 0234 321 4952; michael.kusch@igv-bochum.de; www.igv-bochum.de
LARES und andere Psychosoziale Behandlungspfade
Mithilfe des standardisierten Programms LARES sollen Psychiater und Psychotherapeuten bei der Behandlung von psychisch kranken Erwachsenen mit Kindern erkennen, ob die Kinder selbst Hilfe benötigen. Die Implementation solcher, in der Theorie hilfreichen Programme, erweist sich in der Praxis als nicht so einfach.
Psychosoziale Behandlungspfade versuchen, berufsgruppen- und bereichsübergreifende sinnvolle und ökonomisch effektive Behandlungswege festzulegen.
Anne M. Lang, Diplom-Psychologin,
Kranken-Behandlung oder hypno-systemische Veränderungsarbeit?
Vortrag:
Der Vortrag zeigt auf, wie sich unterschiedliche Prämissen über Veränderung dann konkret in der Praxis der Psychotherapie auswirken: Prämissen, die unhinterfragt bleiben, aber in den Kontexten der Anwendung entstehen, die in den Modellen der TherapeutInnen transportiert werden und die die PatientInnen mitbringen.
Es geht in der Psychotherapie um mehr als um die richtige Methode, es geht um die zugrunde liegende Philosophie wie Wirklichkeit erzeugt wird. Diese Wirklichkeitserzeugung kann problematisch und lebensbewältigender sein. Es geht auch um iatrogene Effekte und Nebenwirkungen von Psychotherapie.
Veränderung, die in einem Prozess und im Feedback einer Psychotherapie entsteht, fordert TherapeutInnen und KlientIinnen viel und unterschiedliches ab. Sie ist aber keine Frage des richtigen Toolinputs. Ich möchte diese Thesen im Vortrag aus hypno-systemisch Metaperspektive betrachten, die eben insbesondere dieser Metabetrachtung einbringt.
Workshop:
Hier werden die Thesen im Vortrag in ihren praktischen Auswirkungen für eine Therapie demonstriert: Welche grundlegenden Fragen bzw. Antworten sind in einem effektiven Therapieprozess wichtig? Wie sind Auftrag, Kontext und Prozess zu klären? Warum ist das zentral wichtig, aber auch schwierig? Welche Bedeutung hat und bekommt die Zielklärung? Wie sind gewachsene subtil zugrundliegende Haltungen und suggestiv wirkende Glaubensannahmen bei TherapeutInnen und PatientInnen zu erreichen, damit sie auf Nützlichkeit hin überprüfbar werden?
Dazu praktische Reflexion, Demonstration , Supervision.
Prof. Dr. Reinhard Maß, Leitender Psychologe, Zentrum für Seelische Gesundheit, Klinik Marienheide, Leppestr. 65-67, 51709 Marienheide, Fon 02254-24140, -24143, Fax -24181, reinhard.mass@kkh-gummersbach.de; www.zsg-marienheide.de; Institut für Sexualforschung und Sexualtherapie Oberberg.
Renate Bauer
Sexualtherapie
Alexandra Miethner, Diplom-Psychologin, SiSu Coaching & Training, Aloys-Schulte-Str. 3, 53129 Bonn; Fon 0228 390 804, Fax 390 8405; am@sisu-coaching-training.de; info@pgv-nrw.de; www.pgv-nrw.de;
Psychologische GesundheitsVersorgung (PGV) – Vernetzung als Chance
Gerhild von Müller, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Köln:
Heilung vs. Geld -fishbowl-
In diesem fishbowl soll mit den ReferentInnen des Tages das Thema von verschiedenen Seiten in einem inneren Kreis diskutiert werden. Die Teilnehmer können jeweils in den inneren Kreis wechseln und sich beteiligen. Angestrebt wird eine offene Diskussion, die die verschiedenen Facetten des Thema beleuchten und gewichten soll.
Frauke Nees, Diplom-Psychologin. Personzentrierte Gesprächspsychotherapie (GwG) nach Rogers, Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) nach Reddemann, Tänzerin. Nach 10 Jahren im klinischen Bereich ging sie für 2 Jahre nach Argentinien, um sich in Tanz und Theater fortzubilden. Heute arbeitet sie freiberuflich als Trainerin und Coach für Einzelpersonen und Unternehmen wie z.B. Studiosus Reisen München GmbH sowie an der Universität Karlsruhe (KIT). www.frauke-nees.de , E-Mail: nees-daiber@web.de
Petra Daiber, Diplom-Psychologin, Ergotherapeutin, Clown. Sie arbeitet freiberuflich als Trainerin, Moderatorin und Coach für Einzelpersonen und Unternehmen wie z.B. Eurohypo AG, Siemens VDO Automotive AG, STARTER Berliner Schauspielschule für Film und Fernsehen, Studiosus Reisen München GmbH und Thomas Cook AG sowie an der Universität Karlsruhe (KIT). www.petra-daiber.de , E-Mail: nees-daiber@web.de
Training von Kreativität, Improvisationsfähigkeit und Veränderung mit Methoden aus dem Clown- und Improvisationstheater
Der Workshop dient der Psychohygiene und Burnout-Prävention. Der ressourcenorientierte Ansatz ermöglicht durch die Entwicklung von Kreativität und Spielfreude mehr Gelassenheit und inneren Abstand in belastenden und schwierigen Situationen mit Patienten. Ein kreativer Umgang mit dem inneren Kritiker wird erfahren und eingeübt. Dieses Vorgehen dient der eigenen Stärkung und ist gleichzeitig hilfreich für den Umgang mit Patienten. Mit einfachen, in sich abgeschlossenen Übungen, mit denen Schauspieler und Clowns trainieren, werden Kreativität, innovatives Denken und das Vergnügen, sich auf neues Terrain zu begeben, mit Spaß an der Sache trainiert. Dies sind die Voraussetzung für die Erschließung neuer Wege auf beruflicher wie auf persönlicher Ebene. Die Stärkung des kreativen Potentials und der Improvisationsfähigkeit sowie das Verlassen eingefahrener Denk- und Handlungsmuster sind Ziele des Trainings. Die Perspektive des Clowns ermöglicht dabei, Fehler als Chance zu betrachten und die dabei frei werdende Energie in neue Denkmuster zu transformieren, um unbekannte Situationen flexibel und entschlossen zu meistern. Humor ermöglicht Gelassenheit und Souveränität. Selbstvertrauen, Motivation und Zusammenarbeit werden gefördert. Für eine freie Entfaltung und Nutzung dieser Fähigkeiten und inneren Ressourcen ist es wichtig, den ausgetretenen Weg des gewohnten Denkens und Handelns zu verlassen, also überholte Denkstrukturen zu durchbrechen und herrschende Routinen in Frage zu stellen, eine positive Einstellung zu Fehlern zu bekommen und Fehler als eine wertvolle Quelle von Information zu sehen den Instinkt zu überwinden, alles beim Alten lassen zu wollen und zu trainieren, sich verändern zu lassen.
Klaus Niel, Diplom-Psychologe, Marsdorfer Str. 29, 50858 Köln, Fon 0221 50077277, Fax 5007278;
Was gibst Du mir, wenn ich Dir helfe?
Derart unverblümt kommt im Märchen der Helfer zum geschäftlichen Teil seines Hilfsangebotes. Können, dürfen, sollen Helfer für ihr Tun so offen eine Gegenleistung einfordern? Nach einem Blick auf unsere Therapeutensituation und darauf, dass es durchaus erlaubt sein darf, Märchen für diese Betrachtung heranzuziehen, unternehmen wir einen Streifzug durch die verschiedenen Formen der Hilfeleistungen und Gegenleistungen. Dabei sind Helfer und Hilfesuchende sowie die Hilfe als Nutzen und Eigennutz, oft gar nicht so eindeutig zu unterscheiden, wie es auf den ersten Blick erscheint. Wo steckt die wahre Hilfe?
In Anknüpfung an den Vortrag soll ein Märchentext eingehend exemplarisch analysiert und für die Praxis nutzbar gemacht werden.
Martin Petelkau, Diplom-Psychologe, Justizvollzugsanstalt Lingen, martin.petelkau@justiz.niedersachsen.de
Naikan und Jin Shin Jyutsu in der Psychotherapie
Jin Shin Jyutsu bietet auf einfache Weise die Möglichkeit, den körpereigenen Energiefluss mehr in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Auch Fühlen und Denken lassen sich damit gezielt harmonisieren. Jin Shin Jyutsu ist die Weiterentwicklung von Handgriffen, die intuitiv schon jeder Mensch nutzt. Die behutsamen Griffe sind bei sich wie auch bei anderen anwendbar und risikolos an Klienten vermittelbar.
Naikan, zu deutsch „Innenschau“, möchte eine Versöhnung mit der eigenen Biografie und eine aktivere Verantwortungsübernahme in der Lebensführung ermöglichen. Ein Kurs dauert sieben Tage und orientiert sich an wenigen aber klaren Regeln; Naikan ist aber auch in alltagstauglicher Kurzform nutzbar, etwa in der Paartherapie. Es unterscheidet sich deutlich von Psychotherapien, scheint aber ähnliche Wirkfaktoren zu aktivieren.
Der Einstieg in diese Methoden wird theoretisch und mit Übungen vermittelt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich aber hilfreich (zumindest Begriffe „googlen“), Handouts werden gestellt.
Xenia Scherz, Diplom-Biologin, Bad Honnef; scherz@wundernatur.de; www.wundernatur.de;
Wanderung auf den Drachenfels
Der Drachenfels gilt als der meist bestiegende Berg Deutschlands. Was suchen die Menschen dort droben? – und was finden sie?. U.a. eine große biologische Artenvielfalt, eine romantische Drachenburg und das Gefühl der Erhabenheit über die Kleinheiten des Lebens. Sie können das Wandererlebnis am eigenen Leib erfahren und werden dabei in einer NaturErlebnisTour alles erläutert bekommen, was sie erfahren. Die Wanderung dauert ca. 1,5 – 2 Stunden
Literatur: Ulrich Bartmann (2009), Laufen und Joggen für die Psyche. Dgvt-Verlag, Tübingen
Vortrag: Heilen oder Trösten?
Kassenfinanzierte Psychotherapie bedeutet, Kranke nach Möglichkeit zu heilen. Wir alle kennen erfolgreiche Psychotherapien, bei denen sich die Beschwerden nach mehr oder weniger langer Zeit deutlich bessern oder verschwinden, man könnte also meinen: wir können heilen. Aber diese Patienten mit guten Erfolgsaussichten sind meist solche, wie auch sonst erfolgreich im Leben dastehen und von denen wir wissen, dass sie auch ohne Therapie ihre Schwierigkeiten oft gut überwinden können. Andererseits kennen alle die schwerer chronisch Kranken mit verschiedenen Formen von Persönlichkeitsstörungen, die trotz langer und wiederholter Psychotherapien sich nie zu ändern scheinen. Trotzdem ist auch für diese Menschen unser Therapieangebot attraktiv und die allermeisten Kollegen sind voll beschäftigt. Voraussetzung hierfür ist aber, dass unser spezifisches Angebot, sei es Heilung oder etwas anderes, für unsere Patienten keine Kosten beinhaltet. Ich wäre mir sicher, dass ohne die Kassenfinanzierung die bestehende psychotherapeutische Versorgung in Deutschland niemals in dieser Form weiter existieren könnte. Ich möchte behaupten, dass das, was wir täglich tun, letztlich nicht Heilung ist, sondern einer spezifischen Funktionen entspricht, die uns in den letzten Jahrzehnten in der Gesellschaft zugewiesen worden ist. Wir stehen Menschen bei, sind mit ihnen solidarisch und ergreifen Partei für sie, wir bemühen uns, emphatische Gesprächspartner zu sein und füllen somit eine Lücke, für die viele vereinsamte Großstadtmenschen sonst keine Lösung wissen. Das ist für viele kostbar und unersetzlich.
Während aber eine auf „Heilung“ abzielende Behandlung in allen Schulen immer Veränderungsbereitschaft, Eigenverantwortlichkeit und Erwachsenwerden fordert, wollen viele so bleiben, wie sie immer waren und klagen andere an, die sich ändern müssten. Gerade in dieser Haltung wünschen sie sich Unterstützung in ihrer Psychotherapie. Der gekränkte Narzissmus sucht Trost. Damit haben wir eine wertvolle „Ware“ anzubieten!
Workshop: Wahrheiten für Narzissten
Der Workshop soll einem Erfahrungsaustausch dienen. Aufgrund eigenen Fallmaterials des Referenten sollen Behandlungen unter den im Vortrag dargestellten Aspekten diskutiert werden. Herausgearbeitet werden soll ein „typischer“ Patient einer psychotherapeutischen Praxis: im mittleren Alter, chronisch depressiv da schwer und nachhaltig narzisstisch gekränkt durch Dauerarbeitslosigkeit. Die Rückzugssymptomatik schützt einerseits vor erneuter Kränkung und Scham, zementiert aber andererseits die Arbeitslosigkeit wie auch die insgesamt von perspektivloser Leere bestimmte Lebenssituation dauerhaft. Welche „Ware“, welche „Wahrheiten“ können wir einer solchen Person bieten?
Dr. med. Bertram von der Stein, Köln; dr.von.der.stein@netcologne.de
Heuchelei in der Psychotherapie. Gutmenschentum, falsches Selbst, Moralismus, Therapiekitsch und Wirklichkeitsverleugnung in Therapien
Grenzen der Symbolisierung; die Metabene als Behandlungswiderstand.
Fallbeispiele gescheiterter Psychotherapien aus Klinik und Praxis.
Dr. med. Rolf Tüschen, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, LVR-Klinik Bonn, Abt.f. Gerontopsychiatrie und –psychotherapie, Kaiser-Karl-Ring 20, 53111 Bonn:
Ambulante Psychotherapie – keine Ware für Ältere?
Die Übertragung des jüngeren Therapeuten und seine Abwehr
Irene Vigener, Köln, freischaffende Künstlerin, Meisterschülerin bei Michael Schoenholz; irenevigener@googlemail.com
Kunstworkshop, Bildhauerkurs
Bearbeitung eines Kalksteins. Maximale Teilnehmerzahl 7. Auf Wunsch kann der Kurs am Nachmittag fortgesetzt werden.
Jürgen Vogt, Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Historiker, Köln
Zur Sozialanalyse. Die Deutsche Gesellschaft für Sozialanalytische Forschung
Die DG (Deutsche Gesellschaft für Sozialanalytische Forschung e.V.) entstand 1963 im Zusammenhang mit der Lehrtätigkeit von Frau Prof. Edeltrud Meistermann-Seeger an der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Die Arbeit dieser Gesellschaft wurde und wird wesentlich von dem Interesse getragen, wie mit Hilfe der Psychoanalyse über die individualtherapeutischen Möglichkeiten hinaus gesellschaftliche Prozesse verstehbar gemacht werden können.
Die sozialanalytische Methode befasst sich mit der Aufdeckung sozialer und ökonomischer Tatbestände und gesellschaftlicher Abläufe. Sie verbindet soziologische mit psychologischen und psychoanalytischen Erkenntnismethoden.
Die Sozialanalyse beruht auf Gruppenarbeit, Gruppenbeobachtung und Gruppenkontrolle. Dabei ist der primäre Zweck die Aufdeckung unbewusster Hintergründe sozialer Tatbestände.
Bei der Berührung des einzelnen mit seinem Gesellschaftsraum und der Bewegung in diesem Raum entstehen Krisen, die aus der individuellen Lebensgeschichte stammen, und erst in Gruppen Konflikte hervorrufen. Sie werden in dem gesamten Gesellschaftsraum des einzelnen relevant, da der einzelne sich in seinen Gesellschaftsraum verflochten und verschmolzen spürt.
Die Sozialanalyse ist ein Instrument zur Wahrnehmung unbewusster gruppischer Prozesse, die sich in den sozialen Tatbeständen abspielen.
In dem Vortrag soll auf die Arbeit der DG eingegangen werden und die Methoden der Bearbeitung relevanter Themen an Beispielen verdeutlicht werden
Dr. Dr. Bernhard Wegener, Berlin
„Nutzt den Patienten der Schulenstreit“ –fishbowl –
Es ist gedacht, in diesem abschließenden gemeinsamen Gespräch das während der Tagung Wahrgenommene, Empfundene, Gelernte noch einmal zu überdenken, gemeinsame Standpunkte und Differenzen zu reflektieren.
Nur als Anregungen: Was ist noch von den früheren ideologischen Streitereien der Schulen geblieben? Ist die Psychoanalyse das Gold und alles andere Blech? Sind Verhaltenstherapeuten Technokraten? Was ist „tief“, was „flach“ in der Psychotherapie?Was ist effektiv? Sind nur die kassenzugelassenen Verfahren wissenschaftlich und bewährt? Welche Rolle spielt der Eklektizismus? Was ist das therapeutische Agens? Wille der Patientin : Wille der Therapeutin? Welche Rolle spielt die Erfahrung? Therapiegefälle oder Dialoge?
Kranke Körper zum Seelendoktor
Körperliche Krankheiten in Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie
12. bis 14. November 2009, Bonn
Programmflyer | Abstracts
Kontakt:
admin@rap-tage.de
Tel 02241336061
Fax 022413970571
Kinder brauchen Frieden e.V.: Die RAP unterstützt den Spendenaufruf!
Menschen mit körperlichen Erkrankungen können auch seelisch krank sein und psychisch kranke Menschen können auch körperlich erkrankt sein. Diese scheinbare Banalität weist darauf hin, dass es sich lohnt, sich damit zu beschäftigen, wie auf seelischen Wegen der Körper zu heilen ist und wie auf körperlichen Wegen die Seele stabilisiert wird.
Zwar kennen wir die Körperpsychotherapie begründet auf den Ideen von Janet, S. Freud und Reich, doch ist diese Denkweise kein Richtlinienverfahren und kaum versorgungsrelevant. Die Überweisung von einem Facharzt zum anderen begründet noch keine harmonisierte Behandlung.
„Das macht mich krank!“ ist die Botschaft des Subjekts, das spürt, dass wahrgenommene psychosoziale Gegebenheiten seine körperlichen Funktionen beeinträchtigt. „Die machen mich krank!“ kann die Mitteilung von Menschen sein, die Psychopharmaka in naivem Glauben ausprobiert haben. Manchmal hört man diese Botschaft aber auch von Psychotherapeuten und Psychiatern.
Dabei könnte es doch so einfach sein: Psychotherapie macht die Behandlung von Diabetes und Herzerkrankungen effektiver und preiswerter; also neudeutsch eine klassische win-win-Situation. Also alle Diabetiker zunächst zum Psychotherapeuten? Ich höre schon die Patienten: „Bin ich denn nun auch noch verrückt?“
Akzeptanzprobleme nennen wir das und überlegen uns, wie wir das gute Produkt Psychotherapie den Patienten, denen es nachweislich nutzen kann, „verkaufen“ können. Vielleicht wäre eine Kampagne von Frau Schmidt hilfreich; etwa: „Auch ein Körper muss mal auf die Couch!“
Wir laden Sie herzlich ein, bei unseren 15. RAP mitzuhelfen, Geister und Körper zu wecken, die mithelfen, gerade den mehrfach betroffenen Leidenden, den körperlich und seelisch erkrankten Patientinnen und Patienten die möglichst beste Therapie anzubieten.
Tagungsleitung: Dr. Jürgen Junglas, Prof. Dr. Wilhelm Hornung und Vorstand: Dr. J. Junglas, G. von Müller, R. Schwarz, Dr. K. Junglas

Beiträge u.a.
Gabriele Angenendt: Psychologen und Psychotherapeuten in der Transplantationsmedizin
Gabriele Angenendt: Transplantationspsychologie am Beispiel der Nieren-TX
P. Axtmann: Der somatisch kranke psychiatrische Patient, eine interdisziplinäre diagnostische Herausforderung
Rolf Biniek: Neurologische Grenzfälle der Psyche
Ralf Dohrenbusch: Schmerzpsychotherapie – Chancen und Grenzen im Versorgungssystem
Ralf Dohrenbusch: Strategisches Denken in der Behandlung von Schmerzpatienten
Annelie Dott: Vorsorgeuntersuchungen; gesund rein – krank raus
Annelie Dott: Brustkrebs einer Therapeutin
Wilhelm P. Hornung: Psychoonkologie
Detlef Hover: Das leibliche Selbst und seine Krankheiten
Jürgen Junglas: Auch der Körper muss mal auf die Couch
Karin Junglas: Mit Humor alterskrank werden
Karin Junglas: Humor in der Alterspsychotherapie
Gabriele Klaes-Rauch: Krankheit als Symbol – Georg Groddecks Auffassung der Interdepedenz zwischen Psyche, Geist und Körper
Anne M. Lang: Hypnotherapie in der Behandlung von Psychosomatik und körperliche Krankheit
Petra Marx-Kloss: Wie der Körper der Seele auf die Sprünge hilft – Tanztherapie für seelisch Kranke
Petra Pennings: Auswirkungen einer Essstörung auf Körper und Seele (Vortrag und Workshop)
Laszlo A. Pota: Klopfen Sie sich frei! Meridianenergetische Techniken als Unterstützung in der Psychotherapie
Barbara Schneider: Körperliche Erkrankungen und Suizid
Reiner Schwarz: Psychotherapie mit Krebskranken
Reiner Schwarz: Körperlich Kranke in der Psychotherapie
Bertram von der Stein: Einst war ich ein Jüngling mit lockigem Haar … Alte Männer: Zwischen körperlichem Verfall, Narzissmus und Identitätsdiffusion
Sabine Trautmann-Voigt: Grammatik der Körpersprache
Rolf Tüschen: Wenn der alternde Körper die Seele im Stich lässt
Rolf Tüschen: Der Körper als Organisator der Seele und die Tragik des Alterns
Jürgen Vogt: Körpertherapeutische Übungen
Bernhard Wegener: Zu Somatopsyche und Psychosomatik der Sucht
Bernhard Wegener: Erfahrungen mit Epilepsie-Kranken
15. RAP – Abstracts
Kranke Körper zum Seelendoktor!
Körperlich Kranke in Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie
15. Rheinische Allgemeine PSYCHOtherapietage 2009
12. bis 14. November 2009, Bonn
Angenendt: Psychologen und Psychotherapeuten in der Transplantationsmedizin
Angenendt: Transplantationspsychologie am Beispiel der Nieren-Transplantation (TX)
K. Junglas: Mit Humor alterskrank werden
Lang: Hypnotherapie und Psychosomatik, körperliche Erkrankungen- Hypnose-Demonstration
Pennings: Auswirkung einer Essstörung auf Körper und Seele
Pota: Klopfen Sie sich frei! Meridianenergetische Techniken als Unterstützung in der Psychotherapie
Schmitt: Psychosoziale Aspekte des Diabetes und die Paradoxie als psychotherapeutisches Medium
Schneider: Körperliche Erkrankungen und Suizid
Schwarz: Psychotherapie mit Krebskranken
Schwarz: Körperlich Kranke in Psychotherapie
Trautmann-Voigt: Grammatik der Körpersprache
Vogt: Körpertherapeutische Übungen
Dr. Gabriele Angenendt, Lindenallee 43a, 50968 Köln (Marienburg), gabyangenendt@aol.com, 0171-1991770;
Studium der Psychologie, Universität Köln, Promotion an der Universität Köln im Bereich Psychotraumatologie, Aus- und Weiterbildungen in: Verhaltenstherapie, Hypno-Therapie, Körperpsychotherapie, Psychoonkologie und Psychotraumatologie, Seit 1997 niedergelassen in eigener Praxis (Schwerpunkte: Psychoonkologie, Psychotraumatologie), seit 1997 Lehrbeauftragte am Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität Köln, 1999 Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin, seit 2000 Dozentin und Supervisorin in verschiedenen staatlich anerkannten Ausbildungsinstituten (IPFMW, VT), 2004 bis 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitäts-Klinikum Köln, Polyklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Abteilung Medizinische Psychologie, Schwerpunkte in Lehre und Forschung: Psychoonkologie, Psychotraumatologie, Transplantationspsychologie, Psychonephrologie, 2004-2007 geschäftsführende Gesellschafterin, Supervisorin und Dozentin der psy.kom GbR (zertifizierte Fort- und Weiterbildung für Psychoonkologie), 2007-2009 Führungskraft-Management/ Personal- und Führungskräftentwicklung, Vorstandsmitglied im Bundesverband Niere e.V., (Dachverband von ca. 180 Selbsthilfeorganisationen von chronisch Nierenkranken, Dialysepatienten und Nierentransplantierten, etwa 18 000 Mitglieder), ehrenamtliche Tätigkeit, Beiratsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychotherapiewissenschaft, ehrenamtliche Tätigkeit , Verschiedene Veröffentlichungen, wissenschaftliche Beiträge, Sach- und Fachbücher zum Thema Psychotraumatologie, Gruppenpsychotherapie, Psychoonkologie
Psychologen und Psychotherapeuten in der Transplantationsmedizin
Derzeit warten in Deutschland etwa 12.000 Patientinnen und Patienten auf ein Spenderorgan. Angesichts drückender Organknappheit beendet eine Organ-Transplantation zumeist belastende Jahre des Wartens und bedeutet nicht selten die Rettung vor dem sicheren Tod. Jedoch auch die Transplantation selbst sowie der Zeitraum danach stellt eine besondere Belastung für den Patienten und seine Angehörigen dar.
Dieser Vortrag soll einen kurzen Überblick über den Gegenstandsbereich der Transplantationsmedizin geben und Arbeitsfelder von Psychologen und Psychotherapeuten aufzeigen.
Transplantationspsychologie am Beispiel der Nieren-Transplantation (TX)
Derzeit warten in Deutschland ca. 8000 Patienten auf eine Spenderniere. Nur jedem Dritten von ihnen kann ein Transplantat vermittelt werden. Die Wartezeit auf eine Spenderniere beträgt im Schnitt ca. 7 Jahre, in denen der Patient mittels Dialyse (Nierenersatztherapie) überleben kann (mit mehr oder weniger starken Einschränkungen).
An einem Beispiel soll exemplarisch aufgezeigt werden, wie eine Organtransplantation abläuft und welche Situationen der Patient konkret bewältigen muss. Zusammen soll erarbeitet werden, in welchen Phasen psychologische/ psychotherapeutische Unterstützung für Patienten und Angehörige notwendig und sinnvoll sind und wie entsprechende Interventionen aussehen könnten.
Peter Axtmann, Göllesheimer Weg 26, 53343 Wachtberg, Arzt für Innere Medizin, Seit 2002 angestellt als Fach-und Funktionsarzt im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn,seit 2009 tätig als internistischer Konsiliarius für die Neurologie und Gerontopsychiatrie in der LVR-Klinik Bonn.
Der somatisch kranke psychiatrische Patient, eine interdisziplinäre diagnostische Herausforderung
Auch Menschen mit psychischen Erkrankungen (hierunter subsummiere ich psychiatrische Patienten, Demenzkranke und auch Menschen mit „geistigen Behinderungen“) werden und sind auch somatisch krank. Häufig sind auch somatische Erkrankungen Ursache von psychischen Symptomen. Das Erkennen von somatischen Erkrankungen kann bei diesem Patientengut sehr schwierig sein, oft gehen die Erkrankung nicht mit den „klassischen“ Symptomen einher, oft werden die Beschwerden aggraviert, oft auch heruntergespielt, vor allem Demenzkranke können ihre Beschwerden nicht adäquat äußern. Auch die Diagnostik kann sehr schwierig sein da diese Patienten sich den „diagnostischen Prozeduren“ häufig wiedersetzen oder sie ablehnen.
Anhand einiger Fallbeispiele werde ich in die Thematik einführen, im weiteren dann praktisch orientiert über meine Erfahrungen berichten, über die Schwierigkeiten zu erkennen ob ein Patient aggraviert oder dissimuliert, welche Diagnostik ist angebracht und sinnvoll, wo sollte sie durchgeführt werden, wie sollte das therapeutische Konzept aussehen welches idealerweise eng mit dem behandelnden Psychiater abgestimmt werden sollte.
Im Anschluss wird es ausreichen Zeit für eine hoffentlich lebhafte Diskussion geben.
Dr. Karin Junglas, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, LVR-Klinik Bonn, Kaiser-Karl-Ring 20, 53111 Bonn, karin.junglas@lvr.de; www.karinjunglas.de
Haben ältere Menschen mit zunehmenden körperlichen Erkrankungen (noch) einen Sinn für Humor? Kann ihr Leid durch Humorinterventionen beeinflusst werden? Ist Lachen in der Psychotherapie unprofessionell? Darf man überhaupt im Umgang mit diesen betroffenen Menschen fröhlich und heiter sein?
Auf der Suche nach wirkungsvollen und nebenwirkungsfreien Behandlungsweisen ist die wissenschaftliche Forschung in den letzten Jahren auf ein interessantes Phänomen gestoßen.
Nachdem die Psychoneuroimmunologie zeigen konnte, wie eng Denken, Emotionen und körperliche Abläufe miteinander verknüpft sind, beschäftigt sich ein neuer Wissenschaftszweig, die Gelotologie mit körperlichen Auswirkungen des Lachens. Die hierbei festgestellten Effekte können so manchen Pharma-Forscher nur vor Neid erblassen lassen.
Workshop:
Vertiefung der Thematik / Übungen
Gabriele Klaes-Rauch, Dipl.-Psych., Martinsfeld 38, 50676 Köln, E-Mail: G.Klaes-Rauch@D-Psych.de; studierte Allgemeine und Klinische Psychologie sowie Wissenschaftstheorie, Kunst- und Medienpsychologie bei den Professoren Wilhelm Salber und Friedrich Wolfram Heubach, Allgemeine Psychologie bei Prof. Udo Undeutsch und Wirtschaftspsychologie bei Prof. Gerd Wiendieck in Köln, und arbeitet seit 1987 als freie Fachjournalistin in den Bereichen Kunst, Kulturpsychologie und Sozialpolitik für Zeitschriften, Radio und Fernsehen. Seit 1993 arbeitet sie hauptberuflich als niedergelassene Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis.
Krankheit als Symbol – Georg Groddecks Auffassung der Interdependenz zwischen Psyche, Geist und Körper
Für Dr. Georg Groddeck gab es nicht >auch< psychosomatische Krankheiten, sondern nur und ausschließlich Psychosomatisches! Wie Sigmund Freud an der Wahrnehmung, dem Witz und dem Lachen exemplifizierte, begriff auch Georg Groddeck alles menschliche Geschehen als seelisch-leiblichen Vorgang und auf psychosomatischem Bewegungsempfinden beruhend: Das Sprechen, Malen, Dichten, Intonieren, einem etas Husten, Stöhnen, Nicken, Fernsehen, Achselzucken, Zähne blecken und Zunge heraus Strecken, Nase Rümpfen, Stirn Runzeln, Toben, sich Verbiegen, am Zahnfleisch Gehen, Lauschen, Tanzen, Musizieren, Arbeiten, Ästhetisieren, Stricken, Essen, Trinken, Atmen, Schlafen, Träumen, Schlafwandeln, Reisen, Putzen, in Agonie Versinken, Panik machen, sich Waschen, Springen, Fallen, Flüchten, Schwindeln, Begreifen, Denken, Arbeiten, Rechnen, Bauen, Quälen, Forschen, Begehren, Genießen, Lieben, schwanger Sein, ins Schwitzen Kommen, Pflegen, Heilen, Sterben, Hassen wie das krank Werden – Nichts ist nicht psychosomatisch, Nichts ‚rein somatisch’.
Und gemäß seiner umfassenden humanistisch-philosophischen Bildung betrachtete Georg Groddeck den psychästhetisch in permanentem Umsatz, in Austausch und Ausdrucksbildung, mittels Bewegung und Produktion interagierenden Menschen, verstand er das Sein, als sich nur in Symbolisierung und Verbildlichung, Allegorie, Ideomatik, Dichtung, Metapher oder Analogem entfaltend und gestaltend, und Krankheit schließlich als zutiefst sinnvolle und begründete Produktion. Diese Gesetzmäßigkeiten zu realisieren, wurde ihm Meilenstein und Quelle gänzlich neuer Ansätze und Wirkungsmöglichkeiten. So verknüpfte er in bis dato unübertroffener Konsequenz Physiologie und Psychologie und entwickelte ein gleichzeitig und gleichermaßen physiologisches und psychologisches Kurkonzept. Indem er bekannte, dass er nach Verarztung eines gebrochenen Beines bspw. den Betroffenen außerdem unbedingt auch befragt, weshalb er sich das Bein gebrochen hat – er sich –, führte er vor, dass und wie eine praktizierbare Verbindung physiologischer mit psychologischer Heilhilfe, jenseits medizinischer Allmachtsansprüche und gemäß des Leitspruchs „Natura sanat, medicus curat“, die Natur heilt, der Arzt behandelt, funktionieren kann.
Nach Georg Groddecks Lehre ist dieses Vorgehen unabdingbar, da ein körperlich versehrter Mensch immer gleichzeitig eine notleidende Psyche hat, die zu einer Notlösung greifen musste, und diese oder ähnliche ‚Notlösungen’ bei Unterlassung therapeutischer Aufdeckung des ursächlichen Problems wiederholen wird, sich sogar ums Leben bringen kann, wenn keine individuelle Ursachenerforschung erfolgt und die seelische Dimension bzw. psychosomatische Bedingtheit ignoriert oder verleugnet wird.
Dr. Georg Groddeck, ein Hiob der Heilkunde, Literat, beherzter Sozialreformer und Kritiker der Nationalsozialisten, die mit der Verbrennung seiner Bücher den Fluss der Rezeption seines Werkes nach seinem Tod im Jahre 1934 nachhaltig beeinträchtigten, war ein Mann der Integration im ursprünglichsten Sinn des Wortes, der „Wiederherstellung eines Ganzen“, und hinterließ ein Fundament für eine Heilkunde, die mit keiner gegenwärtig praktizierten Medizin vergleichbar ist.
- Anne M. Lang, Diplom-Psychologin, Institut Systeme, Bonn
Hypnotherapie und Psychosomatik, körperliche Erkrankungen- Hypnose-Demonstration
Mit Hypnose wirkt in der Psychotherapie ein „Tertium“, das Patientin und Psychotherapeutin in der Arbeit verbindet. Die Psychotherapeutin stellt mit Hypnose einen besonderen Rahmen her- die Patientin erwirkt in diesem Rahmen ihre Veränderung. Moderne Hypnose ist ein eigenständiges selbstorganisatorisches Vorgehen, das psychotherapeutisch auf besondere Weise in Veränderung hineinführt. Gerade in der Psychosomatik und in der Arbeit mit körperlichen Erkrankungen hilft sie ganzheitlich. Hier werden sowohl Kognitiv-Willkürliches als auch Intuitiv- Unwillkürliches verbunden. Der oft beklagte Gap dazwischen wird in Hypnose geschlossen. Der Workshop demonstriert Module der Hypnotherapie z.B. eine Tranceinduktion, dann auch die Therapie in Trance sowie das Vorgespräch dazu, bei dem die Orientierung auf die innere Arbeit maßgeschneidert wird.
Eine Person mit einer Psychosomatik bzw. körperlichen Erkrankung kann sich gerne für diese Demo bei mir melden.
Inhalte :
– Konversationstrance im Vorgespräch, die Suchprozesse auslöst
– Arbeit mit der inneren Aufmerksamkeit und deren Verschiebung und Erweiterung
– Therapie im umgeschalteten Zustand der Hypnose
Petra Pennings, Kalscheurener Str. 62 – 50354 Hürth, Tel. 02233 – 69 21 -18, www.jek-koeln.de
Auswirkung einer Essstörung auf Körper und Seele
Esstörungen „beginnen im Kopf“, doch Leid-tragend sind Körper und Seele.
Essstörungen sind keine Erkrankung des 21. Jahrhunderts, dennoch ist ein erschreckender Anstieg zu verzeichnen.
Die KIGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts (2008)ergab, dass 21,9 % der 11-17 Jährigen – somit jeder 5. Heranwachsende in Deutschland – Symptome einer Essstörung zeigt. Dies ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einer Essstörungserkrankung. Der Vortrag soll Ihnen einen Einstieg zu den Störungsbildern der Anorexia nervosa und Bulimia nervosa bieten. Er wird sich um Diagnostik, körperliche und seelische Auswirkungen, Risikofaktoren, Familiäre Einflüsse, Phasenmodelle und Behandlungsansätze drehen.
Im anschließenden Workshop sind Sie eingeladen, Interventionstools kennenzulernen und auszuprobieren.
Dipl. – Psych. Laszlo A. Pota
Psychologischer Psychotherapeut
Vizepräsident BDP
Jahrgang 1953, geboren in Budapest, aufgewachsen in Ungarn, Algerien, Frankreich und Deutschland. Exuser, Theaterpädagoge, Supervisor, Coach, Lehrtherapeut (BDP/DGPGT, HIGW), seit 1979 im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (BDP) aktiv, Vizepräsident des Berufsverbandes, Mitglied der Fachkommission Psychotherapie bei ver.di und der Tarifkommission Gesundheit. Seit 1983 u. a. Niederlassung in einer Psychologischen Praxis, Zulassung in Lübeck, und seit über 15 Jahren ist er in einer von ihm selbst konzipierten Fachklinik in Hamburg für polytoxe Kinder und Jugendliche tätig. Es handelt sich um eine Einrichtung, in der Psychologie, Pädagogik und Therapievielfalt (Tiefenpsychologie/TP, Gestalt, Psychodrama, Meridian Energie Techniken/MET, Gesprächstherapie/GT, Verhaltenstherapie/VT) wichtige Bestandteile einer modernen und klientengerechten Behandlung sind. Schreibt für verschiedene Zeitschriften und Verlage über psychologische Themen.
Klopfen Sie sich frei! Meridianenergetische Techniken als Unterstützung in der Psychotherapie
Der Körper hat überall vielfältige und verzweigte elektrische Bahnen, in denen ständig Signale fließen. Unsere elektrischen Systeme sind lebenswichtig für unsere physische und psychische Gesundheit. Wenn diese Energie nicht mehr fließt, sterben wir. Vor ca. 5000 Jahren entdeckten die Chinesen dies als ein komplexes System von Energie- und Informationskreisläufen, die sich auf den ganzen Körper erstrecken. Diese Meridiane sind das Herzstück der östlichen Gesundheitspraktiken und bilden die Basis für die Akupunktur, Akupressur sowie für eine große Vielfalt an Heilungsmethoden.
Auf gleiche Weise wirkt EFT bzw. MET. Unterbrechung des Energieflusses, oft entstanden durch Traumata und andere negative Erfahrungen, die sich dann in Störungen wie Ängsten, negativen Gefühlen, Neurosen und sonstigen psychosomatischen Krankheiten ausdrücken, lassen sich aufheben, indem die Bahnen der Meridiane wieder frei gemacht werden und damit das eigene Immunsystem wieder reaktiviert bzw. gestärkt wird. Indem man die Endpunkte der Energiebahnen leicht beklopft, kann eine tiefe Veränderung der emotionalen und körperlichen Gesundheit eingeleitet werden. Gleichzeitig wird mit einer psychologischen Umkehrung der negativen Erfahrung das eigene Selbst im Immunsystem mobilisiert, wodurch die Stabilisierung der Selbstheilung erfolgt. Dies ist ein Fortbildungs- bzw. Erfahrungsworkshop für interessierte und ggf. therapeutisch tätige Menschen.
Andreas Schmitt, Forschungsinstitut der Diabetes Akademie Mergentheim (FIDAM), Theodor-Klotzbücher-Str. 12, 97980 Bad Mergentheim, Telefon: +49-7931/ 594-411, Fax: +49-7931/ 59489-170, Email: schmitt@diabetes-zentrum.de
Studium der Psychologie (Diplom) mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie am Psychologischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Diplomarbeit: Vorkommen und Bedeutung paradoxer Kommunikation im Psychotherapieprozess, Auszeichnung mit Georgia-und-Helmut-Friedrich Stiftungspreis. Seit 03.2009 Wissenschaftliche Mitarbeit am Forschungsinstitut der Diabetes Akademie Mergentheim (FIDAM), Bereich Diabetes und Depression; Studienkoordinator der Studie Evaluation eines diabetesspezifischen Schulungs- und Behandlungsprogramms zur Therapie subklinischer Depressivität und Steigerung der Lebensqualität von Diabetespatienten, Studienprojekt im Forschungsverbund DIAMANT des BMBF-Kompetenznetzes Diabetes mellitus
Psychosoziale Aspekte des Diabetes und die Paradoxie als psychotherapeutisches Medium
Mind. 8 Millionen Deutsche sind gegenwärtig an Diabetes mellitus erkrankt. Neben der Krankheit und ihrer Behandlung spielen im Leben der Betroffenen häufig psychische Probleme eine Rolle. Insbesondere Ängste, depressive Stimmungen und Störungen des Essverhaltens sind bei Menschen mit Diabetes verbreitet.
Klinische Studien zeigen starke Negativeffekte der psychischen Probleme auf die Prognose des Diabetes. Dabei kann besonders das Auftreten einer depressiven Symptomatik die Gesundheitsrisiken im Rahmen des Diabetes so beträchtlich steigern, dass allein hieraus eine Behandlungsindikation entsteht.
Das Mittel der Paradoxie innerhalb des therapeutischen Methodenarsenals hat eine weit zurückreichende Vergangenheit und ist schulenübergreifend in der Psychotherapie zu finden. Entgegen der interessanten Potenziale der Methode ist das wissenschaftliche Interesse seit rund 15 Jahren stark rückläufig.
Da paradoxe Interventionsmethoden oft die Zulassung, Annahme und Integration von Symptomen in den Mittelpunkt stellen, eröffnen sie insbesondere bei chronischen oder schwer veränderlichen Krankheiten und Störungszuständen zusätzliche therapeutische Chancen. Außerdem können sie als Strategien zur Entwicklung und Steigerung der Behandlungsmotivation eingesetzt werden. Insofern stellen Paradoxien ein geeignetes Medium zur Therapie körperlicher Krankheiten dar.
Prof. Dr. Barbara Schneider, Universitätsklinik Psychiatrie und Psychotherapie, Frankfurt am Main
Körperliche Erkrankungen und Suizid
In umfangreichen epidemiologischen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass bei körperlichen Erkrankungen das Suizidrisiko erhöht ist. Zudem sind bestimmte körperliche Krankheiten wie Krebserkrankungen – auch unabhängig von psychischen Erkrankungen – mit einem besonders stark erhöhten Suizidrisiko assoziiert. Im höheren Lebensalter sind vor allem Krankheiten, die mit starken Schmerzen oder einer körperlichen Einschränkung einhergehen, mit einem erhöhten Suizidrisiko verbunden. Jedoch ist bis heute die Art des Zusammenhangs zwischen körperlichen Erkrankungen und Suizidrisiko nicht vollständig aufgeklärt. Im Sinne einer erfolgreichen Suizidprävention ist neben einer somatischen Therapie und sozialen Hilfen eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung anzustreben.
Reiner Schwarz, Arzt für Nervenheilkunde und Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse, Hohenstaufenring 53, Köln
Psychotherapie mit Krebskranken
Die Mitteilung einer Krebsdiagnose ist ein schwerer Schock und konfrontiert die Person mit dem herannahenden Tod. Trotzdem die seelische Situation der Kranken während der somatischen Akutbehandlung oft miserabel ist, suchen nur Einzelne psychotherapeutische Hilfe. In solchem Behandlungen gilt es, das körperliche Geschehen präzise zu kennen und laienhafte medizinischer und psychologischer Fehlinterpretationen zu vermeiden, was in der Praxis erfahrungsgemäß leider oft geschieht. Psychologische hochrelevant ist die subjektive Krankheitstheorie, die grundsätzlich eine Bewältigungsstrategie darstellt. Die Erwartungen der Erkrankten als auch der Therapeutinnen müssen überprüft werden. Heilungserwartungen stehen Heilsversprechungen gegenüber.
Körperlich Kranke in Psychotherapie
Der Workshop soll einem Erfahrungsaustausch dienen. Auch aufgrund eigenes Fallmaterials des Referenten sollen Behandlungen schwer körperlich Kranker dargestellt werden und die Besonderheiten herausgearbeitet und diskutiert werden. Es erscheint wichtig, körperliche Erkrankung von psychosomatischen Symptombildungen zu unterscheiden, was in der Praxis oft unterbleibt. Ohne genaue Kenntnis des körperlichen Geschehens ist eine wirksame Psychotherapie unmöglich. Berufspolitische und standespolitische Argumente kommen hinzu: Wer heilt?
Dr. Sabine Trautmann-Voigt, KBAP bonn
Seit der Rezeption der Neurowissenschaften schärft sich der Blick dafür, dass Wissen und Verstehen in Sinnes- bzw. Körperzuständen wurzeln. Einige Basisaussagen aus dem neu erschienenen Buch „Grammatik der Körpersprache“ werden leibhaftig durchgespielt. Sie zeigen, wie körpersprachliche Phänomene im therapeutischen Prozess eingesetzt werden können und die Psychodynamik „bewegen“: Dazu gehören meditative Tänze ebenso wie themenorientierte Handlungsdialoge z.B. zu frühen Bindungsthemen und Übungen zur Achtsamkeit und Zentrierung.
Jürgen Vogt (Diplom-Sportwissenschaftler, Diplom-Psychologe, Psychotherapeut)
Der Körper spielt in der – richtlinienkonformen – Gesprächs-Psychotherapie eine eher untergeordnete Rolle. Entweder findet diese Psychotherapie im Sitzen oder im Liegen statt. Körperliches Agieren wird als störend oder auch als Ausagieren gedeutet. Einerseits ermöglicht dies die Konzentration auf das Gesprochene, andererseits wird ein wesentlicher Teil unserer Existenz ausgeschlossen. Hier muss die Frage beantwortet werden, ob wir in einer köperfeindlichen Haltung arbeiten (Körper und Intellekt sich also widersprechen) oder ob die körperorientierten Verfahren theoretisch zu schwach sind.
Der Körper des Therapeuten (ebenso wie der des Patienten) ist ein wesentliches Instrument der Psychodiagnostik. Sowohl der Körper des Therapeuten als auch der des Patienten reagieren in den psychotherapeutischen Sitzungen im Liegen wie auch im Sitzen (ich gehe davon aus, dass der Körper ehrlicher ist als der Verstand).
In dem Workshop soll die Aufmerksamkeit auf den Körper und dessen Signale und Ausdrucksformern gerichtet werden, um einen besseren Zugang zur eigenen therapeutischen Arbeit und der Reaktion anderer zu bekommen.
In dem Workshop soll ganz bewusst der Schwerpunkt auf den eigenen Körper gelegt werden. Alle Teilnehmer sollen mit ihrer Körperlichkeit involviert und ihre Körperlichkeit in ihr Denken integriert werden.
Dr.med. Bertram von der Stein, Köln
Einst war ich ein Jüngling mit lockigem Haar….Alte Männer: Zwischen körperlichen Verfall, Narzissmus und Identitätsdiffusion
Fallvignetten verdeutlichen den schwierigen therapeutischen Umgang mit alten Männern, deren Körper unterschiedlichen Läsionen und Abbauprozessen ausgesetzt ist. Der Umgang mit dem Alterung des eigenen Körpers ist aus vielen Gründen kompliziert und von vielen erschwerenden Faktoren überlagert. Unter vielen Ursachen werden neben aktuellen Belastungen dekompensierte präödipale Störungen, Folgen von Traumatisierungen und biographische Belastungen hervorgehoben. Auf die besondere Problematik älterer Deutscher vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus und älterer Migranten mit transkulturellen Irritationen wird unter psychohistorischer Perspektive berücksichtigt und mögliche therapeutische Konsequenzen aufgezeigt.
Was bleibt vom Manne übrig? Männliches Altern vor dem Hintergrund gewandelter Geschlechterrollen.
Workshop zum Vortrag.
Lieben oder verwahrlosen?
23. bis 25.Oktober 2008, Bonn
Flyer | Abstracts
Die öffentliche Meinung scheint eindeutig: Verwahrlosung greift um sich!
10 bis 20 % der Kinder seien verwahrlost, melden die Medien. Ein alter Labeling-Begriff scheint wieder en vogue zu sein. Rudi Dutschke hatte noch eine Antwort auf den Vorwurf, er sei „verlaust“: Die Herrschenden versuchten so Minderheiten an den Rand der Gesellschaft zu drücken, meinte er.
In der Psychotherapie gibt es den Begriff des Menschen „auf niedrigem Strukturniveau“. Er zeigt die Angst und die Hilflosigkeit, die Mitmenschen mit Problemen bei uns hervorrufen, wenn wir aufgefordert sind, Ihnen psychischen Beistand zu leisten.
Psychotherapie für Verwahrloste gibt es nicht! Aber Wohlstandsverwahrloste schon. Die mittelstandsorientierte, bürgerlich verankerte Psychotherapie kann sich aus ethischen Gründen Verwahrlosungsproblemen nicht verschließen.
Welche Antworten finden PsychotherapeutInnen und PsychiaterInnen auf verwahrloste Alte, verwahrloste psychisch Kranke und gesellschaftliche Strukturen, die zu verwahrlosen scheinen?
Gilt die alte Effizienzformel der Psychotherapiewirkungsforschung: „Wer hat dem wird gegeben“ mit der Ergänzung, „Wer nichts hat, bekommt nichts!“?
Oder verdrängen wir nur unsere eigenen Verwahrlosungstendenzen und die Angst, unter verwahrlosenden Umweltbedingungen mit zunehmenden Alter selbst zu verwahrlosen?
Vielleicht sollten wir helfen, ein Missverständnis zu klären: Verwahrlosung ist nicht selbstverschuldet und schicksalhaft, sondern könnte ein Indikator für psychische Überforderung, psychische Belastung und psychische Störung sein, der wir effektive Therapien in Psychotherapie und Psychiatrie entgegensetzen können!
Wir freuen uns über Ihre Beiträge!
Dr. Jürgen Junglas, Gerhild von Müller, Reiner Schwarz, Dr. Karin Junglas, Ulrike Weinhold
23.10.08: Vorsitz Dr. Jürgen Junglas
09:00 – 12:30 h
Jürgen Junglas, Bonn: Du lässt Dich geh’n – aber der Nowak lässt mich nicht verkommen!
Wilma Wirtz-Weinrich, Bonn: Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Internet/Chat – Gefahren durch „sexuelle Verwahrlosung“?
Norbert Berg, Frederike Trautmann, Bonn: Frühe Intervention bei Traumaopfern
Wilma Wirtz-Weinrich, Anke Voßhenrich, Bonn: Umgang mit Sexualität und „sexueller Verwahrlosung“ in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen (Workshop)
14:00 – 17:30 h
Gerhard Lauth, Köln: Verantwortungsübernahme von Eltern über Jugendliche
Ingo Franke, Bonn: Die „Kinderschutzgruppe“
Petra Walger, Bonn: Ist das Konzept der Früherkennung bei juvenilen Psychosen Fürsorge?
Martina Ibsch, Susanne Ricken, Inga Abels, Königswinter: Ordnung – Unordnung – Vermüllung. Ausdruck der persönlichen Individualität? (Workshop)
A. Schmitz-Petzchen, C. Liertz, A. Wagner, Bonn: Frühe Hilfen für Kinder psychisch kranker oder süchtiger Eltern
Franz Söder, Bonn: Akzeptanz dissozialen Verhaltens in der Jugendkultur
24.10.08: Vorsitz Reiner Schwarz
09:00 – 12:30 h
Reiner Schwarz, Köln: Psychodynamik der Verwahrlosung
Christoph Schürmann, Bonn: Schüler verweigern den Schulbesuch! – Was tun?
Rolf Tüschen, Bonn: Die Familie des Ödipus – ein gerontopsychiatrischer Problemfall
Armin Claus, Köln: Tiere im Kontakt mit verwahrlosten oder von Verwahrlosung bedrohten Jugendlichen
Reiner Schwarz, Köln: Verwahrloste in Therapie und Beratung
Karoline F. Spiske, Bonn: Verwahrlosung bei Suchterkrankten (Workshop)
14:00 – 17:30 h
Udo Schmitz, Bonn: Adipositas – Eine moderne Form der Verwahrlosung?
Tobias Wustmann, Halle/Saale: Verwahrlosung, Vermüllung und Horten
Bertram von der Stein, Brigitte Klein, Köln: Hinter der Fassade der Normalität. Frühe Nazierziehung der Großeltern, elterliches Abwehrverhalten und Verwahrlosung und Dissozialiät bei den Enkeln
Marita Halfen, Bonn: Sozialarbeit mit von Verwahrlosung bedrohten alten Menschen
Bertram von der Stein, Brigitte Klein, Köln: Verwahrlosungstendenzen hinter der Fassade kleinbürgerlicher Moral (Workshop)
Rolf Tüschen, Bonn: Seelische Verwahrlosung – Triebschicksale im Alter
25.10.08: Vorsitz Gerhild von Müller
09:00 – 12:30 h
Detlef Hover, Stuttgart: „Sexuelle Verwahrlosung“ im Dritten Reich
Jürgen Vogt, Köln: Zur Psychologie des Kochens und Essens
Winfried Schmidt, Hövelhof: Kann im Strafvollzug der Verwahrlosung entgegen gewirkt werden?
Hartwig Wennemar, Marienheide: Hospitalismus im Alter
Ernstbernard Rosen, Bonn: „Ohne Liebe ist alles Nichts!“
Winfried Schmidt, Hövelhof: Strafvollzug und Verwahrlosung (Workshop)
13:00 – 15:00 h
Anne M. Lang, Bonn: Über die Konsequenzen von Interesse und Empathie, Ignorieren und Vernachlässigen
Bernhard Wegener, Berlin: Psychiatrischer Verwahrlosungsbegriff und soziale Dis-/Inkrimination
Abschluß Fishbowl
Referentinnen und Referenten
Inga Abels, Königswinter
Norbert Berg, Bonn
Dr. Armin Claus, Köln
Dr. Ingo Franke, Bonn
Marita Halfen, Bonn
Detlef Hover, Stuttgart
Martina Ibsch, Königswinter
Brigitte Klein, Köln
Dr. Jürgen Junglas, Bonn
Anne M. Lang, Bonn
Prof. Dr. Gerhard Lauth, Köln
Christoph Liertz, Bonn
Susanne Ricken, Königswinter
Dr. Ernstbernard Rosen, Bonn
Winfried Schmidt, Hövelhof
PD Dr. Udo Schmitz, Bonn
Andrea Schmitz-Petzchen, Bonn
Christoph Schürmann, Bonn
Reiner Schwarz, Köln
Dr. Franz Söder, Bonn
Dr. Karoline F. Spiske, Bonn
Frederike Trautmann, Bonn
Dr. Rolf Tüschen, Bonn
Jürgen Vogt, Köln
Dr. Bertram von der Stein, Köln
Anke Voßhenrich, Bonn
Dr. A. Wagner, Bonn
Dr. Petra Walger, Köln
Dr. Dr. Bernhard Wegener, Berlin
Hartwig Wennemar, Marienheide
Wilma Wirtz-Weinrich, Bonn
Dr. Tobias Wustmann, Halle/Saale
Kultur der Therapie der Kulturen. Psychotherapie und Psychiatrie mit Migrationshindergrund
Bonn, 25. bis 27. Oktober 2007
Programm | Flyer
10,7 % der Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen sind sog. „Nichtdeutsche“. Ihr Anteil ist in Städten (z.B. Köln mit 20,5 %) deutlich höher als auf dem Lande. Ihr psychiatrisch-psychotherapeutischer Hilfebedarf unterscheidet sich von dem der „deutschen“ Bevölkerung, wenngleich auch diese heterogene Gruppen (z.B. „Russlanddeutsche“) aufweist.
Die gesellschaftlich repräsentierten Haltungen zwischen Integrationsangebot und -zwang und Abgrenzungswünschen und -ängsten finden sich auch bei den psychiatrisch-psychotherapeutischen Leistungsanbietern, wie wir „ökonomisch-deutsch“ genannt werden. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten könnten helfen, die Verständigungsprobleme zwischen „gestört-deutsch“ und „gesund-nichtdeutsch“ einerseits und „gestört-nichtdeutsch“ und „gesund-deutsch“ andererseits zu reduzieren. Da Psychiatrie und Psychotherapie jedoch selbst Teil einer (westlichen) Kultur sind könnte dieser Versuch zur Indoktrination missraten. Andererseits könnte die „Psycho-Kultur“ des Kapitalismus durch archaische Impulse und fundamentalistischen Strömungen im Kern infrage gestellt werden und verwirrt zwischen „Psycho-Technik“ und „Kultur-Technik“ zurück bleiben.
Zwar will Psychotherapie den anderen, als Patient, „dort abholen, wo er steht“ und ist auch bereit, sich auf dessen Sprache einzustellen, jedoch grundsätzlich mit dem Ziel, mit ihm dorthin zu gehen, wo die Psychotherapie „Emanzipation und Selbstbestimmung“ definiert hat.
Faszination und Angst liegen in der Begegnung zunächst Fremder eng beieinander.
Alle, die sich an dieser Erfahrung beteiligen wollen, sind herzlich zu unserer Tagung eingeladen!
Veranstalter: gap-ev. Gesellschaft für Allgemeine PSYCHOtherapie e.V.
in Verbindung mit: Berufsverband der Psychologinnen und Psychologen, Landesgruppe NRW (bdp), den Rheinischen Kliniken Bonn und der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn
Kongressbuchhandlung Auer & Ohler, Heidelberg
Kontakt: j.junglas@psychoforum.de
Kontakt: Büro-Dr. J. Junglas, Kaiser-Karl-Ring 20, D-53111 Bonn; Tel 0228 551 2586; Fax 0228 551 2673
Regionale Information: General-Anzeiger Bonn
Donnerstag, 25. Oktober 2007
9 – 10:30 h Vorträge
Barbara Schneider, J. Fritze, Frankfurt: Migration und Suizid
Jürgen Junglas, Bonn: Krank durch Umzug
11 – 12:30 h Workshops (parallel)
Asme Coskun, Köln: Elterntraining mit Migrationshintergrund ‚
Inge Holler-Zittlau, Marburg: Sprache ein Schlüssel zur Welt. Die Wirkung früher Sprachstandserfassung in Kindertageseinrichtungen bei Kindern mit Migrationshintergrund und Deutsch im Zweitspracherwerb
Katherine Rittenberg-Cogan, Bonn: Multikulturelle Sensibilität – Illusion oder Realität? Eine Herausforderung für systemische Therapie mit Migranten
14 – 15:30 h Vorträge
Ulrich Preuss, Bern: Jugendliche dissoziale Migranten
Anne M. Lang, Bonn: Transkulturell kompetente Vorgehensweisen aus Ericksonschem Ressourcenorientierten Hintergrund
16 – 17:30 h Workshops (parallel)
Norbert Berg, Bonn: Klinische Erfahrungen mit essgestörten Jugendlichen aus verschiedenen Kulturkreisen
Karin Lotterer, Bonn: Erzählen erlaubt – Joining in der Arbeit mit Familien aus aller Welt
Georg Schwender, Bonn: Psychische Probleme afrikanischer Migrantenkinder und ihre Behandlung
Freitag, 26. Oktober 2007
9 – 10:30 h Vorträge
Reiner Schwarz, Köln: Kultur des Geldes Markus Banger, Bonn und Essen: Aufbau einer kultursensiblen und kulturberücksichtigenden Suchttherapie Hella Gephart, Siegburg: Der Andere
11 – 12:30 h Workshops (parallel)
Reiner Schwarz, Köln: Erfahrungen in Psychotherapien mit Migranten
Karoline Spiske, Erkan Kilic, Bonn: Suchterkrankungen bei türkischsprachigen Patienten
Gelas Habasch, Bonn: Psychische Erkrankungen bei Migranten
14 – 15:30 h Vorträge
Rolf Tüschen, Bonn: Hinter dem Vorhang der Scham – Der kulturelle Wandel des Sterbens
Nossrat Peseschkian, Wiesbaden: Eigene Erfahrungen sind teuer – fremde Erfahrungen sind kostbar. Positiver Umgang mit der Weltkrise im Zeitalter der Globalisierung und Radikalisierung
16 – 17:30 h Workshops (parallel)
Nossrat Peseschkian, Wiesbaden: Psychotherapie und Psychosomatik im Zeitalter der Globalisierung. Unter Einbeziehung von Geschichten und Lebensweisheiten
J. Michael Heveling-Fischell, Bonn: Wege einer sozialraumorientierten Gesundheitsversorgung und -förderung älterer Migrantinnen und Migranten
Rolf Tüschen, Bonn: Schämst du dich nicht? – Scham in verschiedenen Kulturen und in der Therapie
Samstag, 27.Oktober 2007
9 – 10:30 h Vorträge
Detlef Hover, Stuttgart: Die Natur des Menschen – Möglichkeiten und Grenzen einer transkulturellen Psychotherapie
Bernhard Wegener, Berlin: Fremdheit und Einverleibung: Realer und symbolischer Kannibalismus
Bertram von der Stein, Köln: Transgenerationelle Traumatisierung verschiedener Gruppen von Migranten in Deutschland. Verborgene Traumata von Kindern und Enkeln
11 – 12:30 h Workshops (parallel)
Bertram von der Stein, Boris Mitric, Stella Shtcherbatova: Gleichzeitigkeit der Ungleichzeitigen – Verschiedene Gruppen von Migranten in Deutschland. Chancen und Grenzen transkultureller Psychoanalyse und Psychotherapie
Elena Vogt, Jürgen Vogt, Köln: Sprache, Psychologie und Behandlung
Arif Ünal, Köln: Therapeutischer Umgang mit türkischen Migranten
13 – 14:30 Vorträge
Boris Mitric, Bad Honnef: Serbien muss sterbien
Stella Shcherbatova, Köln: Vertrauenstelefon für die jüdischen Zuwanderer in den jüdischen Gemeinden Köln und Düsseldorf
Marc Ziegenbein, Wielant Machleidt, Iris Tatjana Calliess, Hannover: Migrantinnen und Migranten im psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgungsalltag
REFERENTEN
Prof. Dr. Markus Banger, Bonn und Essen
Nobert Berg, Bonn
Asme Coskun, Köln
Dr. Hella Gephart, Siegburg
Gelas Habasch, Bonn
J. Michael Heveling-Fischell, Bonn
Inge Holler-Zittlau, Marburg
Detlef Hover, Stuttgart
Dr. med. Jürgen Junglas, Bonn
Dr. Erkan Kilic, Bonn
Anne M. Lang, Bonn
Dr. Karin Lotterer, Bonn
Boris Mitric, Bad Honnef
Prof. Dr. med. Nossrat Peseschkian, Wiesbaden
Dr. Dr. Ulrich Preuß, Bern
Katherine Rittenberg-Cogan, Bonn
PD Dr. Barbara Schneider, Frankfurt a.M.
Reiner Schwarz, Köln
Georg Schwender, Bonn
Stella Shcherbatova, Köln
Karoline Spiske, Bonn
Dr. med. Rolf Tüschen, Bonn
Arif Ünal, Köln
Elena Vogt, Köln
Jürgen Vogt, Köln
Dr. med. Bertram von der Stein, Köln
Dr. Dr. Bernhard Wegener, Berlin
PD Dr. Marc Ziegenbein, Hannover
Inga Abels, Königswinter (2008)
Helma Katrin Alter, Köln;
Gabriele Angenendt, Köln
Dirk Arenz, Euskirchen;
Reinhard Arndt, Bonn;
Eva Arnold, Ahrensburg;
Ellen Aschermann, Köln
Peter Axtmann, Wachtberg
Markus Banger, Bonn;
Renate Beckmann, Köln;
Norbert Berg, Bonn (2008)
Eva Bergheim-Geyer (alias Bergheim-Hackmann), Bad Neuenahr-Ahrweiler;
Hermann-Josef Berk, Köln;
Martina Beys, Bonn;
Rolf Biniek, Bonn (2009)
Andrea Bock, Bonn;
Norbert Bock, Bonn
Annette Boeger, Bonn;
Michael Borg-Laufs, Mönchengladbach
Astrid Camps, Eitorf
Dr. Armin Claus, Köln (2008)
Asme Coskun, Köln
Immo Curio, Bonn
Karl Dickkopf-Kaschenbach, Bonn
Christoph Diedenhofen, Bonn;
Werner Dinkelbach, Sinzig
Ralf Dohrenbusch, Bonn (2009)
Annelie Dott, Köln; (2009)
Gisela Dreyer, Bonn
Angela Eberding, Essen;
Hans-Jürgen Eilers, Köln;
Wilhelm Engelke, Siegburg
Jörg Fengler, Köln;
Herbert Fiedler, Rheda-Wiedenbrück;
Karlheinz Fluchs, Sankt Augustin;
Dr. Ingo Franke, Bonn (2008)
Andrea Frewer, Köln;
Harald Fuchs, Köln
Erwin Gallovich, Engelskirchen;
Angela Gast, Bonn
Hella Gephart, Siegburg
Peter Giesers, Köln;
Jürgen Golombek, Postdam
Elmar Habbel, Sankt Augustin;
Bert Hager, Bonn;
Marita Halfen, Bonn (2008)
Daisy Hamm, Bad Neuenahr-Ahrweiler;
Helmut Hartmann, Viersen;
Jürgen Hauptmann, Euskirchen;
Andrea Haverkamp-Krois, Bonn;
Barbara Hawellek, Bonn
Udo Heimbürger, Rheinbach;
Ulli Heister, Bonn
Tilo Held, Bonn;
Helga Herrmann, Bonn;
Bernhard Hesse, Bonn;
J. Michael Heveling-Fischell, Bonn
Rolf D. Hirsch, Bonn;
Gerd Höhner, Köln;
Gabriele Höreth, Köln;
Inge Holler-Zittlau, Marburg
W. Peter Hornung, Bonn
Detlef Hover, Stuttgart (2008)
Martina Ibsch, Königswinter (2008)
Jürgen Junglas, Bonn, St. Augustin
Karin Junglas, St. Augustin
Barbara Kahlen, Siegburg;
Ulrich Kastner, Bonn
Rainer J. Kaus, Bonn;
Angela Kiersch, Neunkirchen-Vluyn
Erkan Kilic, Bonn
Gabriele Klaes-Rauch, Köln
Brigitte Klein, Köln (2008)
Brigitte Konradt, Bonn
Leonore Kottje-Birnbacher, Düsseldorf;
Gerd Krause, Bonn;
Carmen Krechel, Bonn;
Beata Kühnhausen, Köln
Jenny Kwasniewski (alias Mahler), Bonn
Anne M. Lang, Bonn (2008, 2009)
Jürgen Langer, Bonn;
Dorothée Lansch, Frechen
Prof. Dr. Gerhard Lauth, Köln (2008)
Stefanie Lenger, Bonn;
Rudolf Lensing-Conrady, Bonn;
Christoph Liertz, Bonn (2008)
Hubert Lieverscheidt, Münster;
Andrea Linnenbaum, Euskirchen;
Frank Löhrer, Rieden
Martina Loll, Bonn
Karin Lotterer, Bonn
Marc G. Lucas, Köln
Christian Maier, Bonn;
Petra Marx-Kloss, Bonn (2009)
Marion Maxfield, Königswinter
Johann Meinhof, Mönchengladbach
Kerstin Meyer, Bonn;
Reinhold Meyer, Sankt Augustin;
Boris Mitric, Bad Honnef
Anne Maria Möller-Leimkühler, München;
Gerhild von Müller, Köln
Michael Naumann-Lenzen, Hennef;
Christa Neumann, Bonn
Klaus Niel, Köln;
Sigrid Nilges-Reifenrath, Bonn
Meinolf Noecker, Bonn;
Wolfgang Oelsner, Köln;
Gudrun Ott, Düsseldorf
Ursula Palmer, Bonn
Christ Paul, Bonn
Petra Pennings, Hürth
Steven Pennings, Köln;
Nossrat Peseschkian, Wiesbaden
Gabriele Pirkl, Königswinter;
Ulrich Preuss, Bern;
Virginie Puschmann, Kall
Ewald Rahn, Warstein;
Stefan Reichelt, Bonn;
Franz Resch, Heidelberg;
Susanne Ricken, Königswinter (2008)
Gisela Ries, Bonn;
Katherine C. Rittenberg-Cogan, Bonn;
Bernd Röpcke, Essen;
Anke Rohde, Bonn
Ernstbernard Rosen, Bonn (2008)
Renate Sannwald, Berlin;
Ursula Saure, Bonn;
Renate Schepker, Essen;
Norbert Scherbaum, Essen;
Thomas Schläpfer, Bonn;
Winfried Schmidt, Hövelhof
Andreas Schmitt, Bad Mergentheim (2009)
PD Dr. Udo Schmitz, Bonn
Ulrich Schmitz, Köln;
Andrea Schmitz-Petzchen, Bonn (2008)
Barbara Schneider, Frankfurt am Main (2008, 2009)
Melitta Schneider, Rheinbreitbach;
O. Berndt Scholz, Bonn
Barbara Schoog, Köln
Jürgen Schramm, Krefeld
Stefanie Schramm, Krefeld
Christoph Schürmann, Bonn (2008)
Hans Schumacher, Köln;
Wolfgang Schwachula, Hemer;
Reiner Schwarz, Köln;
Georg Schwender, Bonn;
Inge Seiffge-Krenke, Bonn;
Judith Seul, Kall;
Stella Shcherbatova, Köln
Justus Sieg, Bonn
Wolfgang Siegel, Dortmund;
Dr. Franz Söder, Bonn (2008)
Ludwig Spilker, Köln;
Dr. Karoline Spiske, Bonn (2008)
Ingo Spitczok von Brisinski, Viersen
Dr. Bertram von der Stein, Köln (2008, 2009)
Andrea Stippel, Köln
Karin Struhs-Wehr, Köln
Ulrich Terbrack, Bonn
Anja Thurner (alias Liesenfeld), Bonn;
Mehmed Toker, Essen;
Frederike Trautmann, Bonn (2008)
Sabine Trautmann-Voigt, Bonn (2009)
Rolf Tüschen, Bonn (2008, 2009)
Arif Ünal, Köln
Gerd Uhlenbruck, Köln
Elena Vogt, Köln
Jürgen Vogt, Köln (2008, 2009)
Anke Voßhenrich, Bonn (2008)
Dr. A. Wagner, Bonn (2008)
Dr. Petra Walger, Köln (2008)
Walter, Bremen;
Dr. Dr. Bernhard Wegener, Berlin; (2008, 2009)
Prof. Dr. Wolfgang Weig, Osnabrück;
Hartwig Wennemar, Marienheide (2008)
Dirk Werner, Bonn
Barbara Westphalen-Trebesch, Köln
Dietmar Willmann, Königswinter
Wilma Wirtz-Weinrich, Bonn (2008)
Marc Ziegenbein, Hannover
Matthias Zimmermann, Lindlar
